Stollberg denkt digital

Wie kann mehr Leben in die Innenstadt gebracht werden? Die Frage ist nun beantwortet. Dabei spielt auch das Smartphone eine wichtige Rolle.

Stollberg.

Werktätige sollen für die Innenstadt gewonnen werden, ehemalige Stollberger an ihre Heimatstadt gebunden werden. Wie kann das funktionieren? Darüber macht sich eine Projektgruppe im Rathaus seit geraumer Zeit Gedanken. Nun liegt eine Strategie auf dem Tisch. Von einer Stollberg-App und einem Gutscheinsystem erwarten Stadt und Händlerschaft positive Effekte. "Wir haben täglich rund 3500 Einpendler", sagt Anja Baumann aus der Stadtplanung. Diese Werktätigen konzentrieren sich naturgemäß in den Gewerbegebieten und sehen von Stollberg oft nicht mehr als ihre Arbeitsstätte und die Autobahnanschlussstelle. Von den Unternehmen selbst profitiert die Große Kreisstadt schon jetzt, nun soll auch ein Teil der Kaufkraft dieser Werktätigen in Stollberg bleiben.

Die in Kürze startende Stollberg-App wird kompakt über Einzelhandel, Vereine und Veranstaltungen informieren. Die Anwendung stellt das Unternehmen "Nreins.de" zur Verfügung. Überlegungen, als Kommune eine solche App selbst zu entwickeln, sind über Bord geworfen worden.

Die Firma aus Rochlitz tritt dabei auch als Geschäftspartner der Händler auf. "Wir gewähren als Kommune den ersten 30 Teilnehmern einmalig ein Zuschuss von 180 Euro", sagt Baumann. Mehr als 20 Einzelhändler haben sich seit Weihnachten an der App beteiligt. Die Stadt wird mit öffentlichen Gebäuden, wie Bürgergarten oder Schloss Hoheneck dabei sein. "Nachdem Gewerbegebieterschließung und Sanierung weitgehend abgeschlossen sind, war für uns der Zeitpunkt gekommen, uns verstärkt um die Innenstadt zu kümmern", sagt Baumann. Die Verwaltung ist dabei Teil eines Pilotprojektes im Erzgebirge, dass sich um die Innenstadtentwicklung Gedanken macht und Erfahrungen austauscht.

Das Rochlitzer Unternehmen stellt die technische Plattform zur Verfügung, die die Teilnehmer mit Leben füllen müssen. "Jeder kann sich individuell präsentieren und über einen integrierten Blog Informationen veröffentlichen", erklärt Marketingberater Marco Braun. Die App ist für die allermeisten mobilen Geräte, wie Tablets oder Smartphone, tauglich und googleoptimiert. Das heißt, das teilnehmende Partner bei einer Suche über die Internetsuchmaschine mit besseren Ergebnissen rechnen kann.

Anja Baumann ist mit dem Angebot für den Moment zufrieden: "Die App ist ein rundes Ding. Sie zeigt, was in der Stadt los ist."

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