Stollberg führt bald eine neue App ein

Ursprüngliches Konzept ist allerdings nur teilweise umsetzbar

Stollberg.

Die Große Kreisstadt möchte Gäste dazu animieren, Stollberg mit digitaler Unterstützung zu erkunden. Möglich machen soll das eine spezielle App, die Unterhaltung, Information und Händlerpräsentation verbindet. Für dieses "Augmented Reality"-Projekt (erweiterte Realität) hatte die Stadt 2019 beim "Ab in die Mitte"-Wettbewerb einen Preis gewonnen. Die Idee war, an wichtigen Orten oder historisch relevanten Gebäuden kleine Filme zu präsentieren. Außerdem sollten an verschiedenen Orten Spiele für Unterhaltung sorgen und die örtlichen Händler sich präsentieren. Innenstadtmanager Stefan Herold hatte damals auf den Hauptpreis gehofft, um das Projekt finanzieren zu können. Das hat nicht geklappt. Stattdessen sollte Stollberg W-Lan für die City bekommen. "Wir haben aber bereits W-Lan in der Innenstadt", sagt Herold. Daher sei nun ein alternativer Preis zuerkannt worden: Ein Auftritt in der "Free Key City App".

Diese unterscheidet sich zwar enorm von der eigentlichen Idee, doch Herold sieht trotzdem Potenzial. Der Fokus der City-App liegt auf der Präsentation der Einzelhändler. Der Clou: Nähert sich eine Person mit der App einem Laden, werden Pushnachrichten mit aktuellen Angeboten auf das Smartphone geschickt. "Das lässt sich natürlich steuern, damit nicht von jedem Laden eine Nachricht bekommt", erklärt Herold, bei dem die Koordination der App liegt. Darüber hinaus lokalisiert die App Sehenswürdigkeiten und ist mit dem örtlichen Veranstaltungsplan verlinkt. Auch ein Störungsmelder, mit dem Nutzer die Verwaltung auf Missstände aufmerksam machen können, ist integriert.

Die Anwendung funktioniert dabei nur vor Ort und nicht aus der Ferne. Dafür ist sie für verschiedene Orte konzipiert. Das heißt, das Programm kann sich in verschiedenen Städten einloggen.

Die Einführung ist für Stollberg und die Händler kostenneutral. An den Start gehen soll sie möglichst innerhalb der nächsten zwei Wochen. Noch feilt Herold an den Inhalten und wirbt bei den Händlern für eine Teilnahme. "Ich hoffe darauf, dass wir einige Elemente unserer ursprünglichen Idee aufsatteln können", sagt Herold.

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