Stollberg öffnet sich für Radfahrer

Drei Freizeitstrecken locken Hobbypedaleure in den grünen Teil Stollbergs. Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Alltagsfahrten.

Stollberg.

Mit drei Radrouten möchte Stollberg im Freizeitbereich besonders punkten. In einer beliebten App für Smartphones, der Outdoor-Active-App, sind sie bereits hinterlegt. Der Tourismusverband Erzgebirge hatte sie schon im Herbst für diesen Zweck freigegeben. Nun zieht die Verwaltung in der Großen Kreisstadt nach. "Bis Frühjahr wird dieser Themenbereich auf der Website der Stadt überarbeitet, um die Runden pünktlich zur Fahrradsaison erneut zu empfehlen", sagt Nora Preuß, die im Rathaus für das Projekt verantwortlich ist.

Im einzelnen handelt es sich dabei um die Feld-, die Talsperren- und die Katzensteinrunde. Die Feldradrunde rund um Beutha und Oberdorf ist 14,7 Kilometer lang. Rund 30 Prozent der Strecke sind befestigt, die restlichen 70 Prozent gehen über Feld- und Waldwege. Es gibt eine Anknüpfung an die Katzensteinradrunde. Die Talsperrenradrunde ist rund 11,5 Kilometer lang, 90 Prozent der Schleife sind befestigt. Der Rest führt über Waldwege. Es besteht ein Knoten zur Strecke Chemnitz-Karlovy Vary. Die Katzensteinradrunde misst etwa 14,5 Kilometer. Sie verläuft um Gablenz und Mitteldorf und ist komplett befestigt. Knoten gibt es unter anderem mit der Talsperrenrunde.

Doch nicht nur virtuell soll den Radfahrern der Weg gewiesen werden, sondern auch ganz real an Kreuzungen oder Gabelungen. "Das wird vermutlich relativ langwierig, weil nicht nur ein Beschilderungsplan gemacht, sondern für jeden Abschnitt und jeden Schildstandort die eigentumsrechtliche Situation geklärt werden muss", sagt Preuß.

Stollberg hat schon im vergangenen Jahr ein Radwegkonzept präsentiert. Dies nimmt zwar auch die drei Freizeitrouten auf dem Stadtgebiet und deren Beschilderung in den Blick. Doch der Schwerpunkt liegt auf dem Radfahren im Alltag. "Um mehr Bürger auf ihrem Weg zur Schule oder zur Arbeit auf ihr Fahrrad zu locken, muss es noch sicherer und bequemer werden, in Stollberg Rad zu fahren", fordert Nora Preuß.

Aber auch in diese Richtung hat sich bereits etwas getan. "Die Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer in der Gegenrichtung war ein wichtiger Schritt", erklärt Preuß. Das ist beispielsweise auf der Herrenstraße bereits geschehen. Auch erste Abstellmöglichkeiten für Fahrräder seien inzwischen geschaffen worden.


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