Stollberger Krankenhaus hat jetzt eine Palliativstation

Ziel: Bestmögliche Betreuung von unheilbar kranken Patienten

Stollberg.

Am Kreiskrankenhaus Stollberg gibt es jetzt eine Palliativstation. Unter Palliativmedizin versteht man die Behandlung von Patienten mit einer fortgeschrittenen, unheilbaren Erkrankung. "Ziel einer solchen speziellen Station ist es, die verbliebene Lebenszeit mit einer möglichst guten Lebensqualität verbringen zu können - oder, wenn das nicht möglich ist - einen angemessenen Raum zum Sterben zur Verfügung zu stellen", erklärt Krankenhaussprecher Christopher Uhlig. Palliativmedizin werde vor allem in der Onkologie eingesetzt, sei jedoch auch bei vielen anderen internistischen und neurologischen Erkrankungen notwendig und sinnvoll - beispielsweise bei schwerer Herzschwäche oder Nieren- beziehungsweise Lebererkrankungen.

Entstanden ist die Palliativstation mit zunächst zwölf Betten in den Räumlichkeiten des ehemaligen Schlaflabors, das 2019 innerhalb des Krankenhauses verlagert wurde. Weil aktuell separate Stationen für die Betreuung von Patienten mit Covid-19 bereitzustellen sind, wird die Station zurzeit auch für die Behandlung von Krebspatienten genutzt. Uhlig: "Damit wird die Klinik der Notwendigkeit gerecht, diese Patienten auch während der Pandemie optimal zu versorgen."

Die neue Station ist Teil der Klinik für Innere Medizin II unter Leitung von Chefärztin Dr. Elke Möbius und wird von Oberärztin Andrea Clauß, Fachärztin für Innere und Palliativmedizin, geleitet.

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