Tag der Vereine soll nicht nur jungen Nachwuchs bringen

Zum ersten Mal präsentierten sich die verschiedenen Gruppen über ganz Niederdorf verteilt. Ziel ist es, den Menschen die Arbeit der Vereine näherzubringen.

Die fünfjährige Josephine Schlaunat durfte mit Hilfe von Lucy Queck auf Stute Blacky reiten.
Mack Weber und Emma Dörner (vorn) von der Kinder- und Jugendfeuerwehr Niederdorf am Strahlrohr.

Von Petra Wötzel

Es gehört schon Mut dazu, mit Unterstützung eines Betreuers, aber ohne Eltern an der Hand auf einem Pferd zu reiten. Trotz Aufregung war bei Josephine, Mia, Chantal und zahlreichen anderen pferdebegeisterten Kindern die Freude groß, als die Vierbeiner auf dem Reitplatz der Pferdesportgemeinschaft Niederdorf Aufstellung genommen hatten und das "Schnupperreiten" losging. Josephine Schlaunat hat sich dafür Blacky ausgesucht. "Ich mag Pferde, reite sehr gerne und würde gerne öfter herkommen", so die Fünfjährige. "Es macht Spaß, Angst habe ich nicht."

Zum Tag der Vereine gaben am Samstag zum ersten Mal in dieser Form sieben Sport- und Freizeitgruppen an fünf Standorten einen Einblick in ihre Arbeit. Bisher fand dies konzentriert in der Reithalle statt. Ob Schauschnitzen, Technikvorführung, Tierschau oder die Präsentation durch den Kleingartenverein "Am Steinberg", wie man Gartenobst verarbeiten kann: Jeder Verein hat eine ansprechende und unterhaltsame Art gefunden, Hobby und Freizeitbeschäftigungen vorzustellen. Zahlreiche Niederdorfer nutzten das schöne Wetter zu einem Spaziergang, um bei jedem Angebot einmal vorbeizuschauen. Für Kinder und Jugendliche waren vor allem die Pferde und der Reitplatz, das Streichelgehege mit acht Kaninchen von Mitgliedern des Kleintierzuchtvereins und die freiwillige Feuerwehr mit der eindrucksvollen Technik ein Anziehungspunkt. "Ziel ist es, den Vereinen eine Plattform zu geben. Sie bieten für Kinder und Erwachsene gleichermaßen Möglichkeiten für eine attraktive Freizeitgestaltung", sagte Niederdorfs Bürgermeister Stephan Weinrich.

Während bei der Feuerwehr zwölf Mädchen und Jungen aktiv sind, hoffen die Schnitzer auf junge Niederdorfer. "Wir würden gerne wieder eine Nachwuchsgruppe aufbauen, damit die Handwerkskunst weitergeführt wird", betont der Vorsitzende des Schnitz- und Freizeitvereins, Wolfgang Kupfer.

Als jüngster Verein in Niederdorf stellten sich die Chronisten vor. Erst seit drei Wochen ist die achtköpfige Gruppe im Alter von 30 bis 75 Jahren im Vereinsregister eingetragen. Im Bürgersaal zeigten sie einige historischer Dokumente. "Wir möchten das Wissen und die Geschichte lebendig halten, die Vergangenheit bewahren und die Entwicklung der Gemeinde weiterhin dokumentieren", so der Vorsitzende des Vereins, André Wildenhain.

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