Termin für Berg- und Hüttenmännischen Familientag steht - aber vieles noch ungewiss

Der Berg- und Hüttenmännische Familientag auf dem Gelände des Oelsnitzer Bergbaumuseums war eigentlich am 16. April geplant - und musste wegen Corona verschoben werden. Nun steht ein neuer Veranstaltungstermin fest. Aber ganz unproblematisch ist der auch nicht.

Oelsnitz.

Der nächste Berg- und Hüttentechnische Familientag wird am 3. Oktober im Bergbaumuseum Oelsnitz stattfinden. Darauf haben sich die Organisatoren geeinigt, nachdem der Ursprungstermin Ende April den Corona-Bestimmungen zum Opfer gefallen war. Aber für das Vorbereitungsteam zeichnet sich bereits ab, dass sich offenbar nicht alle Ideen so umsetzen lassen wie geplant. Denn am 3. Oktober werden augenscheinlich viele ausgefallene Veranstaltungen nachgeholt, hinzu kommen jene zu "30 Jahre Deutsche Einheit".

Es gab schon einige Absagen von Vereinen, bei denen sie wegen einer Mitwirkung angefragt hat, sagt Elke Fankhänel vom Bergbaumuseum. Sie seien einfach schon anderenorts verplant. Auch, wie groß beispielsweise die geplante Bergmännische Aufwartung ausfallen kann, ist noch nicht sicher. Wie Heino Neuber, Vorsitzender der Knappschaft des Lugau-Oelsnitzer Reviers, sagte, haben die von ihm angeschriebenen Bergbauvereine noch bis Mitte August für eine Rückmeldung Zeit. Aber auch er habe schon feststellen müssen, dass etliche offenbar bereits für den 3. Oktober gebucht sind.

Nichtsdestotrotz versprechen die schon feststehenden Angebote einen bunten Mix und eine Veranstaltung, die Wissenswertes rund um den Bergbau und die Montanregion Erzgebirge sowie die hier ansässigen Vereine vermittelt. So werden beispielsweise die Bernsdorfer Blasmusiker für Unterhaltung sorgen, der Dorfverein Seifersdorf ist mit mobilem Backofen und Grubenwasserrutsche dabei, es gibt funktionsfähige Bergbaumodelle zu bestaunen, man kann einen Schmied und einen Steinschleifer über die Schulter schauen, der Kinderklub des Museums hält Mitmachangebote bereit, es gibt Kinderschminken, eine Luftballonaktion und eine Hüpfburg.

Nicht nur einen Stand, sondern eine ganze Angebotsmeile halten das Regionalmanagement der Förderregion Leader und das Kooperationsprojekt Berggeschrey 2018 für die Besucher bereit. Dort wird nicht nur ein Bergmännischer Wettkampf angeboten, Vertreter von acht Leader-Regionen, des Welterbevereins und der Fachstelle Ehrenamt des Landkreises sorgen dabei auch für jede Menge Information und beantworten Fragen, erklärt Leader-Regionalmanager Christian Scheller.

Der Familientag ist eine Veranstaltung des Anfang 2019 vom Förderverein Montanregion Erzgebirge gestarteten Projekts Berggeschrey 2018. "Wir wollen das Ehrenamt und die Vereinsarbeit in der Öffentlichkeit bekannt machen und stärken sowie Nachwuchs für die Vereine gewinnen", erklärt Projektmanager Andreas Riedel. Beim Oelsnitzer Familientag handle es sich bereits um die 2. Auflage. Schon im August vergangenen Jahres fand auf dem Gelände des Besucherbergwerks "St. Anna am Freudenstein" in Zschorlau die Premiere statt. Für den in Ehrenfriedersdorf geplanten und wegen Corona ebenfalls ausgefallenen Familientag gibt es bislang noch keinen Ersatztermin, sagt Riedel.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Berggeschrey-2018-Projekts seien Weiterbildungsangebote für Vereine, insbesondere auch das Thema Welterbe betreffend. "Viele Vereine haben dazu Fragen", weiß er. Außerdem baut man gerade einen Kleinprojekte-Fonds auf, aus dem Vereinen Beträge bis zu 5000 Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. Was den Oelsnitzer Familientag betrifft, so ist den Verantwortlichen eine weitere Unwägbarkeit durchaus bewusst: die weitere Entwicklung bezüglich Corona. Heino Neuber: "Die im Oktober geltenden Rahmenbedingungen kennt heute ja noch keiner."

Vereine, die sich beim Oelsnitzer Familientag beteiligen wollen, möchten sich bitte bis Ende August bei Andreas Riedel, Telefon 03771 7196447 beziehungsweise per E-Mail an andreas.riedel@fv-montanregion-erzgebirge.de, melden.

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