Thumer basteln Alternative zum Weihnachtsmarkt

Corona verhindert den Adventstrubel. Es gibt eine Idee, wie es trotzdem was werden könnte mit vorweihnachtlicher Stimmung in der Stadt. Der Initiator sucht noch Mitstreiter.

Thum.

Bergparade, Bläsermusik, Stollenanschnitt, Weihnachtsmannbesuch, bei Glühwein Freunde und Bekannte treffen: All das, den Thumer Weihnachtsmarkt, wird es in diesem Jahr wegen Corona nicht geben. Wie viele andere findet das auch René Dippmann schade, gleichzeitig glaubt er, dass die Absage richtig ist.

Doch ganz auf vorweihnachtliches Flair in der Stadt verzichten, das muss nicht sein. Denn der Herolder hat eine Idee: die "(Schau)Fenster-Weihnacht". "Viele Familien gehen im Advent gerne spazieren", sagt der 42-Jährige. Er selbst sei gern zu einem schön dekorierten Fenster gegangen, dass jemand jahrmarktmäßig gestaltet habe. Und warum sollten solche Fenster-Spaziergänge nicht in ganz Thum möglich sein?

Bei der IG Schmalspurbahn Thumer Netz, wo Dippmann Schatzmeister ist, kam die Idee gut an. So gut, dass sich der Verein entschloss, zwei Fenster am Herolder Bahnhof weihnachtlich zu gestalten, was wegen der Corona-Auflagen in Familien geschah. Und was übrigens kein Problem darstellte, da längst ein Drittel der etwa 30 Vereinsmitglieder aus engagiertem Nachwuchs besteht.

Eines der Fenster zeigt eine weihnachtliche Gartenbahnlandschaft, das andere eine Modellbahn im Fernsehergehäuse, außerdem ist noch eine Überraschung in Planung. Die Anlagen sollen mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden, damit sich die Züge in Bewegung setzen, wenn sich draußen am Fenster Besucher eingefunden haben. Damit auch Knirpse alles gut überblicken können, will die IG kleine Rampen zum Draufsteigen zimmern.

Auch Stefan Groß vom Schnitz- und Klöppelverein Jahnsbach zeigt sich von der "(Schau)Fenster-Weihnacht" angetan. "Wir können unser Museum in der Weihnachtszeit leider nicht öffnen, darum wollen wir gerne dessen Fenster gestalten", sagt der Vorsitzende. Als weitere Stationen sind derzeit etwa das Volkshaus, die Physiotherapie Bach und Elektro Markert sicher.

René Dippmann hofft auf viele andere Mitstreiter in allen Ortsteilen, egal ob Vereine, Geschäfte, Kirchgemeinden oder Privatleute. "Vielleicht", so der Ideengeber, "wird es ja etwas Großes".

Die Stadt Thum ruft auf ihrer Internetseite zum Mitmachen auf. Teilnehmer werden gebeten sich unter Ruf 037297 769280/E-Mail volkshaus-thum@t-online.de zu melden.

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