Tierpark Waschleithe verbucht 2018 ein Gästeplus

Das vergangene Jahr war für den Natur- und Wildpark in Waschleithe sehr erfolgreich. Die Besucherzahl konnte gegenüber 2017 um zehn Prozent gesteigert werden. Das hat nicht nur einen Grund.

Waschleithe.

Fast 28.500 Gäste haben 2018 den Natur- und Wildpark in Waschleithe besucht. Tierparkleiter Jochen Gerlach verkündet das sehr gern und mit Stolz: "Das ist eine Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zu den zwei Jahren davor, in denen jeweils so um die 26.000 Besucher kamen. Es ist unser drittbestes Ergebnis seit 2003."

Auf die Frage, warum es so gut gelaufen sei, hat er keine genaue Antwort. "Das geht alles in den Bereich der Vermutungen." Aber sicher sei die nun wieder gute Erreichbarkeit der Anlage nach den großen Baumaßnahmen im Ort ein wesentlicher Grund dafür.

Dass der Super-Sommer 2018 einen Anteil hat, glaubt Gerlach eher weniger. "Wenn es richtig heiß ist, hilft uns das eigentlich nicht. Auch Regenwetter führt immer zu einem Abbruch bei den Besucherzahlen", so der Tierparkchef. "Wir waren aber auch um einen vernünftigen Service bemüht, haben viel Wert auf Kleinigkeiten gelegt", sagt er. "Wir haben die Melkkuh, die Blühwiesen und ein gutes Imbissangebot." Dass Letzteres durch einen Automaten abgedeckt wird, störe die meisten Gäste nicht. "Es gab nur ganz wenige, die das bedauert haben", so Gerlach. Der Automat werde durch die Bäckerei Stenker aus Schwarzenberg ständig gut bestückt, das Angebot immer der Jahreszeit angepasst. "Im Sommer gibt es auch mal Erdbeertorte oder frische, belegte Brötchen. In der Weihnachtszeit Lebkuchen", zählt Gerlach auf. Abgerundet wird der Service durch einen Kaffeeautomaten, an dem verschiedene Kaffeesorten und Kakao offeriert werden.

Ein weiterer Qualitätssprung sei dem Tierpark durch eine Sonderausstellung gelungen, die sich von August bis Oktober mit der Wildkatze beschäftigte. "Früher haben wir ja in unserem Multimediaraum nur mit eigenen Exponaten gearbeitet. Diese Wanderausstellung war einmal etwas ganz anderes."

Gegenwärtig setzt man erneut auf eigene Exponate, zeigt unter der Überschrift "Aus früheren Zeiten, aber nicht von gestern" alte Lehr- und Anschauungsobjekte. Dazu gehören beispielsweise verschiedene Schaukästen mit Präparaten, Lehrtafeln und Modellen von einem Schwein, einer Kuh und einem Huhn. "Im Frühjahr zeigen wir dann eine Ausstellung Pestry-Bunt, in der sich alles um Blühpflanzen in unserer Region dreht", so Gerlach.

Stolz macht den Tierparkleiter aber nicht nur die gestiegene Besucherzahl, sondern auch ein besonderer Zuchterfolg, der ein Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt sei. "Wir haben vier Steinkäuzchen nachgezogen." Sie sind am 12. Juni des vorigen Jahres geschlüpft. "Am 23. August haben wir sie nach Ostthüringen abgegeben, in ein Projekt zur Bestandsstützung, das vom Nabu-Kreisverband Gera-Greiz betreut wird."

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