Tote Fische: Noch stehen Antworten aus

Polizei hat Theorie, aber keine Zeugen

Stollberg.

Der Fall der etwa 300 toten Fische in der Stollberger Talsperre bleibt rätselhaft. Zwar hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen. Aber: "Leider konnten nach dem Zeugenaufruf keine neuen Hinweise erlangt werden, die Aufschluss darüber geben könnten, wer möglicherweise die Fische widerrechtlich in die Talsperre eingesetzt hat", sagt Polizeisprecher Andrzej Rydzik. Im Ergebnis der geführten Ermittlungen sei letztlich auch nicht gänzlich auszuschließen, dass beispielsweise durch Hochwasser Fischlaich der besagten Tiere in die Talsperre gekommen ist.

Die toten Tiere trieben zwischen Ende Februar und Mitte März in der Trinkwassertalsperre. Die Ermittlungen ergaben, dass Unbekannte die Fische zwischen Dezember 2018 und Mitte Februar 2019 noch lebendig in die Talsperre gesetzt haben mussten. Weil die Giebel, so der Name der Fischart, nicht an die Wasserbeschaffenheit angepasst waren, seien sie gestorben, so die Polizei Anfang Juni. Damals war schon klar, dass keine giftigen Substanzen in die Talsperre geleitet wurden.


Es wurde wegen Gewässerverunreinigung und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. Dem Freistaat sei ein Sachschaden in Höhe von etwa 6000 Euro entstanden. Das Verfahren ist nun an die zuständige Staatsanwaltschaft übergeben worden. Ob sie die Akte schließt, ist aber noch unklar. (joe)

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