Ufo- und Regenbogendesign machen Masken zu Unikaten

Die Erzieherin Karin Illing denkt nicht an Ruhestand. Stattdessen bringt die Hohndorferin Schülern der International Primary School in Stollberg bei, wie man sich einen kreativen Mund-Nasen-Schutz näht.

Stollberg.

Die Mädchen und Jungen der International Primary School (IPS) in Stollberg, die zurzeit im Rahmen der Notbetreuung an der Grundschule sind, lernen derzeit, wie man sich einen Mund-Nasen-Schutz näht. Einen ganz individuellen zudem, denn die Kinder können sie nach ihren Vorstellungen gestalten. Jede Maske ist ein Unikat - die Ideen reichen von einem Ufo, das gegen Corona-Viren kämpft bis hin zu eine kunterbunten Regenbogen. Möglich macht das Projekt "Von Kids, für Kids" eine Hohndorferin, die in diesem Jahr 70 Jahre alt wird und eigentlich schon lange ihren Ruhestand genießen könnte: Karin Illing.

Illing hat bis zu ihrem Ruhestand an der Glückauf-Grundschule in Hohndorf gearbeitet, seit fünf Jahren ist sie nun als Hortnerin und Erzieherin an der IPS tätig, wohin sie ohne eine Pause zu machen wechselte. Im Moment arbeitet sie dort als Hortnerin der Klasse 4a und betreut das Ganztagsangebot Schulgarten. "Die Arbeit macht mir Spaß. Ich habe einfach nicht aufgehört", sagt die 69-Jährige. Und das soll auch noch eine Weile so bleiben. So lange sie gesund sei und sich dabei wohlfühle, wolle sie weitermachen.

Auf die Idee mit dem Mund-Nasen-Schutz kam sie, weil sie in ihrem Alter zur Risikogruppe gehört und deshalb nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden kann, aber unbedingt etwas Sinnvolles mit den Kindern tun wollte. Bei der Arbeit an der Nähmaschine sei sie mit maximal zwei Kindern gleichzeitig zusammen und man achte streng auf die Hygieneregeln. "Wir tragen Masken und halten auch ausreichend Abstand."

Mehr als 20 Kinder haben bisher unter ihrer Anleitung Stoff zugeschnitten und erste Nähtechniken erlernt. "Bestimmt nochmal genau so viele" werden es vermutlich am Ende sein, sagt sie. Aber die Kinder sind nicht die einzigen, die das Angebot nutzen. "Sogar männliche Kollegen haben sich schon ihre eigene Maske genäht", erzählt die Hohndorferin.

Zur Verfügung stehen aktuell zwei Nähmaschinen - eine gab es bereits an der Schule, die zweite wurde gesponsert - aktuell erwarte man aber noch eine dritte. Denn aus dem derzeitigen Projekt heraus hatte Karin Illing die Idee für ein weiteres Ganztagsangebot an der Schule: Nähen. Das will sie natürlich auch selbst übernehmen.

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