Verspäteter Endspurt für Ausstellung

Kurz vor Beendigung der Ausstellung "Hommage à Klaus Hirsch" Mitte März musste das Heinrich-Hartmann-Haus seine Pforten wegen des Corona-Virus schließen. Nun bekommen Spätentschlossene noch eine Chance.

Oelsnitz.

Vor anderthalb Monaten sollte die Ausstellung zu Ehren des Lugauer Malers und Grafikers Klaus Hirsch eigentlich abgebaut werden. Nun freut sich Galerieleiter Alexander Stoll, dass Spätentschlossene noch einen Blick auf die Schau werfen können: "Die Klaus-Hirsch-Ausstellung ist gut gelaufen, aber sicher hatte sich der eine oder andere den Besuch für die letzten Tage aufgehoben. Ich würde mich freuen, wenn sie das nun nachholen." Die Möglichkeit dafür gibt es ab Donnerstag zu den üblichen Öffnungszeiten.

Doch dieser verspätete Schlussspurt bringt einige Änderungen im Jahresplan mit sich. So soll die ursprünglich ab Anfang April geplante Ausstellung "Maschinen, Schlote, Anlagen" nun Ende August eröffnet werden. "Alles andere verschiebt sich dann nach hinten", so Stoll. Unberührt davon sollen allerdings die traditionellen "Offenen Monate über die Bühne gehen. Die Ausschreibung dafür war schon vor Corona raus und kaum einer der hiesigen Hobbykünstler hat sich von der schwierigen Situation abschrecken lassen. "Nach jetzigem Stand beteiligen sich 36 Künstler. Corona wird dabei keine tragende Rolle spielen, aber zwei oder drei Aussteller haben das Thema bereits künstlerisch verarbeitet." Als Anregung für ein gemeinsames Motto hatte Alexander Stoll diesmal "Schwarz - Weiß" vorgegeben. Von wem und wie es umgesetzt wurde, ist allerdings nicht bei einer Vernissage zu erfahren. Ohne feierliche Eröffnung sind die Offenen Monate ab 12. Juni zu sehen.

Hinter geschlossenen Türen hatte Alexander Stoll in den vergangenen Wochen reichlich zu tun: "Es gab keine Dienste zu den Öffnungszeiten und der Zeichenzirkel musste ausfallen. Dafür waren viele organisatorische Dinge zu erledigen. Absagen und die Abstimmung neuer Termine vor allem, aber ich hatte auch die Möglichkeit zum Ordnen, Sichten und Aufarbeiten." Der Zeichenzirkel und museumspädagogischen Angebote sind auch jetzt noch nicht möglich. Ebenso wird bis auf Weiteres auf Vernissagen verzichtet. "Ich weiß nicht, wie die Besucher auf die Wiedereröffnung reagieren. Ich hoffe jedoch, dass sie keine Scheu haben." Mindestabstand, Maskenempfehlung und eine Begrenzung auf maximal zehn Besucher gehören zu den Vorsichtsmaßnahmen in der Galerie. In seinem Bestehen immerhin ist das Hartmann-Haus nach Aussage des Galerieleiters nicht bedroht: "Finanziell sind wir durch die Fördergelder des Kulturraumes gesichert, sodass wir nur eine geringe Einbuße durch ausbleibende Eintrittsspenden haben."

Die Ausstellung "Hommage à Klaus Hirsch" ist bis zum 31. Mai im Heinrich-Hartmann-Haus in Oelsnitz zu sehen. Geöffnet ist ab sofort wieder donnerstags von 9 bis 17 Uhr, sowie freitags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr. Am Himmelfahrtstag, 21. Mai, bleibt die Galerie geschlossen.


Aktuelles zur Galerie im Meinersdorfer Pestalozzi-Haus

Ungewiss ist, wann die Galerie des Kunstvereins burk-art im Pestalozzi-Haus im Burkhardtsdorfer Ortsteil Meinersdorf wieder öffnet. Aufgrund von Corona war die Vernissage einer Ausstellung mit Werken von Thomas Ranft am 20. März kurzfristig abgesagt worden. "Wenn die Möglichkeit besteht, soll diese Ausstellung nachgeholt werden", so Sylvia Käppler.

Allerdings verweist die Vereinsvorsitzende auf eine weitere Schwierigkeit. "Zusätzlich problematisch ist für uns jetzt die Straßensperrung in Burkhardtsdorf ab dem 18. Mai. Bis zum Jahresende kommen wir während der Baumaßnahmen von Burkhardtsdorf nur über weite Umwege zur Galerie in Meinersdorf", ergänzt Käppler. (czd)

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