Vom beschaulichen Stollberg in die Metropole St. Petersburg

Das ist mal eine Klassenfahrt: 19 Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums besuchten die russische 5-Millionen-Stadt - zahlreiche unvergessliche Eindrücke inklusive. Besonders in Erinnerung geblieben ist den Jugendlichen etwas Selbstverständliches.

Stollberg.

Wer als Jugendlicher in Stollberg ins Kino möchte, der wird sich in die Citybahn nach Chemnitz setzen und nach dem Film zusehen, rechtzeitig wieder zur Bahn zu kommen. Das geht gut, ist aber noch gar nichts gegen die Möglichkeiten in einer Metropole. Das haben 19 Schüler des Carl-von-Bach-Gymnasiums nun auf Klassenfahrt erlebt. Ziel: Die russische Fünf-Millionen-City St. Petersburg. "Da fahren die Metro oder die Oberleitungsbusse praktisch ununterbrochen", schwärmt beispielsweise die 16-Jährige Juliane Schiffers. "Dagegen ist Chemnitz ein richtiges Dorf", ergänzt Cäcilie Friedrich. Beide lernen Russisch als zweite Fremdsprache seit der sechsten Klasse und kamen daher in den Genuss dieser Klassenfahrt. Sie findet allerdings erst zum zweiten Mal überhaupt statt.

Naturgemäß standen viele Besichtigungen auf dem Programm. Eine Stadtrundfahrt am ersten Tag machte den Anfang und gab den Schülern einen ersten Überblick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt: blaues Smolny-Kloster, Blutskirche, Kasaner Kathedrale, Rostra-Säulen an der zugefrorenen Newa und natürlich die Peter-und Pauls-Festung sowie die Katharinen-Palast und Eremitage. "Dieses prunkvolle Gebäude war für mich der Höhepunkt unserer Fahrt", sagt Cäcilie Friedrich. Juliane Schiffers hat es eher der Katharinen-Palast angetan: "Gold, Gold, Gold - dort ist nahezu alles golden und mit Spiegeln geschmückt."

Christoph Ulrich

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Neben den geführten Touren blieb den Schülern allerdings auch genug Zeit für Entdeckungstouren auf eigene Faust. So besuchten sie beispielsweise das kleinste Denkmal der Welt "Tschischick-Pyschik", die Isaak-Kathedrale und die Hauptstraße "Newski-Prospekt". In den Abendstunden habe die Metropole mit ihrer Beleuchtung einen besonderen Reiz ausgeübt, waren sich die Schüler einig.

Gerade dort half den Russisch-Schülerinnen ihre Kenntnis der kyrillischen Buchstaben. "Lustig war für uns, Eigennamen wie 'Burger King' in kyrillischen Buchstaben zu lesen", berichtet Cäcilie Friedrich. Die Russischkenntnisse halfen den Zehnt- und Elftklässlern im Gespräch allerdings eher weniger. "Dazu haben die Menschen dort viel zu schnell und mit zu starkem Akzent gesprochen", räumt Cäcilie Friedrich ein. Die jungen Erzgebirger haben sich dann mit Englisch durchgeschlagen - oder mit Händen und Füßen kommuniziert.

In die Karten spielte der Reisegruppe die günstigen Flugzeiten. In Kombination mit der Zeitverschiebung ging daher kaum Zeit verloren. "Wir waren auch am Meer und haben dort Europas höchsten Wolkenkratzer bestaunt", so Cäcilie Friedrich. Dadurch, dass die Menschen auf der zugefrorenen See unterwegs waren, sei es allerdings nicht so aufgefallen, dass sich das Gebäude direkt am Meer befindet. "Wir haben es schon aus dem Flugzeug heraus gesehen", so Juliane Schiffers.

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