Wald bringt Kommune nächstes Jahr ein Minus

Niederwürschnitz: Großer Anteil an Schadholz verringert Verkaufserlös

Niederwürschnitz.

Am Ende des Jahres 2020 steht laut Wirtschaftsplan des Staatsbetriebs Sachsenforst für den 11,6 Hektar umfassenden Kommunalwald Niederwürschnitz ein Minus. An Einnahmen wird mit 1660 Euro geplant - beim größten Teil handelt es sich dabei um Erlöse aus dem Holzverkauf, reichlich 400 Euro sind Förderzuschüsse, die es für die Entfernung von Schadholz infolge Borkenkäferbefalls gibt. Demgegenüber stehen aber reichlich 2800 Euro an Ausgaben. Allein 1500 Euro werden für die Holzernte benötigt, hinzu kommen beispielsweise Kosten für Waldpflege und Wegebau. Das geht aus dem Wirtschaftsplan hervor, der am Montagabend dem Gemeinderat von Niederwürschnitz vorgelegen hat und den dieser auch beschloss.

Der Staatsbetrieb begründet die Situation mit den Folgen mehrerer Stürme seit 2017, dem geringen Niederschlag in dieser Zeit und dem Borkenkäferbefall. Seit 2018 seien im Kommunalwald rund 90 Festmeter Schadholz angefallen, das entspreche etwa 14 Prozent des geplanten Gesamteinschlags. Der Absatz von Schadholz werde aber immer schwieriger, so der Staatsbetrieb.

Im Gemeinderat kam auch kurz die Diskussion auf, ob der Wald nicht verkauft werden sollte, wenn er keine Gewinne bringt. Das Thema sei aber, weil es mit dem Tagesordnungspunkt Wirtschaftsplan nichts zu tun habe, in der Sitzung nicht weiter verfolgt worden, sagte Bürgermeister Matthias Anton gegenüber "Freie Presse".

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