Warum in Neukirchen an einem Rathaus-Modell gearbeitet wird

In der dunklen Jahreszeit soll das Zentrum der Gemeinde auf besondere Art beleuchtet werden. Die dazu nötigen Schritte werden bereits gegangen.

Neukirchen.

Die Adventszeit rückt näher. In Neukirchen wird sich bereits intensiv darauf vorbereitet. Im vergangenen Jahr stellte die Gemeinde in der kalten Jahreszeit erstmals ein sogenanntes Lichterhaus auf, es ist ein Modell der Grundschule. In diesem Jahr soll nun ein weiteres hinzukommen, das zur weihnachtlichen Beleuchtung des Zentrums von Neukirchen beitragen wird. Am 1. Dezember wird das Neukirchener Schwibbogenfest gefeiert. Dazu soll das neue Modell ab 16 Uhr öffentlich präsentiert werden.

Mit einer Umfrage unter den Einwohnern wurde über die Modelle weiterer Neukirchener Lichterhäuser abgestimmt. Einzige Bedingung: Das Gebäude soll für die Gemeinde von Bedeutung und architektonisch ansprechend sein. Die Bürger entschieden sich schließlich für das Rathaus als nächstes Lichterhausmodell. Das Original wurde 1904 vom Architekten Ernst Beier aus Chemnitz entworfen.

Im Juni dieses Jahres begann Modellbauer Albrecht Hilbert mit dem Entwurf des Modells. "Im Inneren wird das 107 mal 69 mal 122 Zentimeter große Gebäude einen Stahlrahmen bekommen, damit es nicht so einfach zerstört werden kann", sagt der 69-jährige Neukirchener. Außerdem sollen die Fenster wieder von innen mit LED-Leuchten strahlen. Weiterhin werden noch die Fassade bemalt, der Sockel mit Natursteinimitat und das Dach mit Schieferimitat versehen. "Die Herausforderung bei diesem Rathausmodell ist, dass das Original 17 unterschiedliche Fensterformen hat", erläutert Albrecht Hilbert. Derzeit werden anhand der Bauzeichnungen die notwendigen Fräsprogramme erstellt. "Mitte des Monats soll mit dem Ausfräsen der Einzelteile begonnen werden", erläutert Modellbauer Hilbert. Parallel dazu erfolgt, wie er sagt, die Montage der Einzelteile an den Stahlrahmen. Die Arbeiten müssten dabei allerdings relativ zügig ausgeführt werden. Denn es gibt gewisse Zeitvorgaben. "Bis Ende November müssen die Arbeiten abgeschlossen sein, da in der letzten Novemberwoche die Aufstellung erfolgen soll."

Die Kosten für die Anfertigung des zweiten Lichterhauses betragen laut Bürgermeister Sascha Thamm zirka 16.000 Euro. Der Heimat- und Geschichtsverein Neukirchen hat für das Projekt bereits mehr als 2000 Euro an Spenden von insgesamt 25 Sponsoren eingesammelt. Der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Beyer, erklärt zur Aktion: "Bis Ende des Jahres soll eine Tafel aufgestellt werden, auf der alle Spender für das Lichterhaus erwähnt werden."

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