Wasserknappheit wird zu Herausforderung

CDU/FDP-Fraktion des Kreistages fordert resoluteres Vorgehen im Erzgebirge

Annaberg-Buchholz.

Die Kreisverwaltung soll sich verstärkt darum kümmern, dass dem Erzgebirgskreis das Wasser nicht ausgeht. Einen entsprechenenden Antrag stellte die CDU/FDP-Kreistagsfraktion im Technischen Ausschuss.

Kreisrat Michael Rudolph wies darauf hin, dass aufgrund des Klimawandels auch im Erzgebirge das Grundwasser sinke. Die Feuerlast steige schon jetzt. Starkniederschläge mehrten sich. "Bisher haben wir vornehmlich in die Wasserableitung investiert, das müssen wir schnellstes umkehren", so Rudolph. Es gehe unter anderem um mehr Weiher und Teiche. "So wie wir sie früher schon einmal hatten." Die Anzahl der Löschwasserteiche müsse verdoppelt werden. Dafür müssten Kommunen, Landwirte und Forstwirtschaft eingebunden werden. Und der Landkreis müsste auf alles verstärkt ein Auge haben.

Dies sicherte Landrat Frank Vogel (CDU) zwar zu, hielt den Antrag aber für überflüssig. Bei all diesen Aufgaben seien insbesondere die Kommunen in der Pflicht. Grüne-Kreisrätin Ulrike Kahl: "Die Herausforderung ist richtig erkannt." Allerdings regele bei Eingriffen in die Natur alles schon das Bundesnaturschutzgesetz etwa durch Ausgleichsmaßnahmen. Der Ausschuss war sich letztlich einig, dass der Landrat das Anliegen bei der nächsten Bürgermeisterkonferenz auf die Tagesordnung setzt. (alu)

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