Weg ins Heilige Holz wird gebaut

Brünlos bekommt einen Gehweg mit Übergang über die Staatsstraße zum nahegelegenen Wald. Im Oktober soll es losgehen.

Brünlos.

Auf den ersten Blick ist die Vorlage BA/041/2019 eine, wie sie der Zwönitzer Stadtrat regelmäßig behandelt: eine Auftragsvergabe. Und trotzdem ist die Bauleistung "Gehwegbau im Bereich S258 und K8831" nicht alltäglich. Denn dahinter verbirgt sich nicht weniger als der Gehweg und Übergang ins Heilige Holz mit Fußgängerampel.

Für diesen haben einige engagierte Bürger seit 2014 gerungen, da aus deren Sicht nach dem Ausbau der Staatsstraße 258 ein sicherer Übergang für Fußgänger, Radfahrer oder Jogger nicht mehr gewährleistet war. Ein Fußgängerüberweg war nicht Teil der Planungen für den Ausbau des Autobahnzubringers, der als einer der wichtigsten Verkehrsadern der Region gilt und das obere Erzgebirge mit der Autobahn72 verbindet. Die Zwönitzer Verwaltung hat geplant, mit dem zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr verhandelt und Pläne nachgebessert, ehe sämtliche Auflagen erfüllt waren. Bis zur Auftragsvergabe in der jüngsten Sitzung des Stadtrates war es ein langer, teils nervenaufreibender Weg für die Verantwortlichen. Nun also kann gebaut werden. Der Auftrag für den Gehweg aus dem Dorf bis zum Autobahnzubringer ist mit einem Volumen von exakt 187.650,80 Euro an eine Zwönitzer Firma vergeben worden. Der Baubeginn ist für den 1. Oktober vorgesehen. Mit der Baufirma ist vertraglich geregelt, dass der Bau des Gehweges bis zum 30. Mai 2020 abgeschlossen sein muss. Ein Bewilligungsbescheid über rund 156.000 Euro Fördergeld liegt dem Rathaus vor. Das entspricht 90 Prozent der ursprünglich veranschlagten förderfähigen Kosten. Die Stadt war von rund 25.000 Euro an Eigenmitteln ausgegangen. Da die Auftragssumme die Kalkulation übersteigt und 22.000 Euro für die Planung und 16.000 Euro für die Änderung der bestehenden Ampelanlage eingeplant werden müssen, entsteht zusätzlicher Finanzierungsbedarf von rund 44.500 Euro, der aus Haushaltsresten gedeckt wird.

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1Kommentare
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  • 2
    1
    kartracer
    11.09.2019

    Einfach KRANK, wo bitte baut man einen Fußweg mit Fußgängerampel für einen Waldzugang, einen HEILIGEN natürlich???
    Vielleicht könnte sich die FP mal für eine Zählung der Nutzung stark machen, mit dem Rad habe ich bisher dort noch keinen im Wald verschwinden sehen, da dieser nach 50m, unbefahrbar ins Nirwana führt, in diesem Jahr, auch noch keinen Fußgänger, ist schon seltsam.
    Ca.500 m weiter oben an der Imkerei kreuzt ein sehr viel genutzter Fuß- und Radweg, der ohne AMPEL und lange Wartezeiten passierbar ist, bei fließendem Verkehr mit(70km/h) wohlgemerkt!



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