Weg wird gebaut und bekommt Gehsteig

Hohndorf will ein Stück des Steinkohlenweges ausbauen. Aber das ist nicht die einzige Maßnahme im Bereich des früheren Vereinigt-Feld-Schachtes.

Hohndorf.

Gleich mehrere Projekte im Bereich des früheren Schachtes "Vereinigt Feld" plant die Gemeinde Hohndorf in der nächsten Zeit. Für das insgesamt reichlich 220.000Euro teure Vorhaben sollen unter anderem Zuschüsse über das Dorfentwicklungsprogramm Leader genutzt werden. Auf ihrer jüngsten Sitzung haben die Räte dafür die Baulose an ein Unternehmen aus Ehrenfriedersdorf vergeben. Es hatte unter neun Firmen das wirtschaftlich günstigste Angebot vorgelegt.

Konkret geht es um den Ausbau des in schlechtem Zustand befindlichen Abzweigs der Rudolf-Breitscheid-Straße Richtung Hausnummer 20, der auch ein Teilstück des Steinkohlenweges ist. Über etwa 600Meter führt dieses von der Breitscheid- bis zur Garnstraße. Ausgebaut werden sollen die ersten rund 70 Meter. An der Seite der Wohnbebauung ist ein Fußweg vorgesehen.

Aber der Straßenausbau ist nur ein Teil des Gesamtprojekts. Zugleich soll das frühere Löschwasserbecken des Schachtes "Vereinigt Feld", das sich direkt neben dem Weg befindet und einst verfüllt und mit Erde abgedeckt wurde, beseitigt und revitalisiert werden.

Diese Altlast sollte ursprünglich im Zuge der Sanierungsarbeiten der Breitscheid-Halde durch das Oberbergamt Freiberg beseitigt werden. Da dies aber aufgrund zeitlicher Verschiebungen und der Ausschöpfung des Gesamtbudgets in der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 nicht mehr möglich ist, wird dies nun im Zuge des Straßenbaus mit realisiert werden. Denn, so hieß es auf der Gemeinderatssitzung, die westliche Beckenmauer ragt in den Straßenbereich hinein, zudem sei eine höhenmäßige Anpassung nötig. Die Beseitigung sei also Voraussetzung für den geplanten Straßenbau.

Weiterhin ist geplant, den einige Meter weiter befindlichen ungeordneten Wanderparkplatz auszubauen. Hierfür sollen Zuschüsse aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Infrastruktur" genutzt werden. Es werden sechs Pkw-Stellplätze entstehen, sodass hier ein weiterer Einstieg in den Steinkohlenweg möglich wird, der neben Hohndorf auch Oelsnitz, Lugau, Niederwürschnitz und Gersdorf tangiert.

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