Weniger Badegäste - mehr Einnahmen

Angesichts der Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ist für Gornsdorf die Saison im Naturbad gut verlaufen.

Gornsdorf.

Die Gemeinde Gornsdorf hat diesen Sommer mit dem Naturbad etwas mehr Geld eingenommen als in der Saison zuvor - und das, obwohl deutlich weniger Besucher registriert wurden. Das lag unter anderem an den Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie, unter denen sich nur 300 Badegäste gleichzeitig auf der Anlage aufhalten durften. Deshalb waren in diesem Sommer keine Dauerkarten ausgegeben worden.

Im zu Ende gegangenen Sommer wurden rund 14.000 Besucher gezählt, im Jahr zuvor waren es etwa 24.000. Das sagte Marcel Kis, der Leiter des Eigenbetriebs, auf Nachfrage. Dennoch nahm Gornsdorf 2020 rund 36.000 Euro ein, im Jahr zuvor lag man mit 35.000 Euro knapp darunter. "Es hängt natürlich viel vom Wetter ab. Der zurückliegende Sommer war durchwachsen, vor allem der Anfang war eher schlecht."

Durchschnittlich nimmt die Gemeinde pro Saison etwa 38.000 Euro über den Eintritt ein, der gute Sommer 2018 brachte gar 45.000 Euro. Dennoch werden damit nicht alle Ausgaben fürs Bad gedeckt, die Gemeinde schießt jährlich etwa 140.000 Euro zu.

Aufgrund der Corona-Pandemie startete die Saison etwa zwei Wochen später als sonst. Hatte Gornsdorf sonst Tage mit 1000 und mehr Besuchern, durften nun nur maximal 300 Menschen gleichzeitig ins Bad. Zunächst hatte die Gemeinde versucht, dies in der Form zu regulieren, dass nur Gornsdorfer Bürger ins Bad gehen durften. Nach knapp zwei Wochen wurde diese Regelung jedoch gekippt, weil zu wenige das Angebot nutzten und die Kapazitätsgrenze bei weitem nicht erreicht wurde, sagte Kis. Zudem gab es Kritik vor allem von Einwohnern aus umliegenden Orten.

Im gesamten Sommer gab es laut Kis zwei Tage, an denen das Bad für zwei bis drei Stunden geschlossen wurde, weil die Obergrenze erreicht wurde. "Fast immer war es ein reges Kommen und Gehen. Die Leute hatten Verständnis, sich nicht den ganzen Tag im Bad aufzuhalten und auch anderen Leuten das Baden zu ermöglichen." Kombiniert damit, dass es keine Dauerkarten gab, erklären sich so die verhältnismäßig hohen Einnahmen. Kis sagt zusammenfassend: "Es war richtig, das Bad trotz Corona zu öffnen."

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