Werkeln für Weihnachten

Der Krippenwettbewerb in Niederwürschnitz kommt in Fahrt. Die ersten Exemplare wurden gebastelt. Interessierte können noch mitmachen.

Niederwürschnitz.

Im Gemeindehaus der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) Niederwürschnitz herrschte zwei Tage lang emsiges Treiben. Fröhliches Stimmengewirr erfüllte den Raum, in dem sonst gesungen, gepredigt und sich mit Gleichgesinnten ausgetauscht wird. An zwölf Tischen wurde gesägt, gehämmert, geklebt, genäht und auch mal geschimpft, wenn es nicht so klappen wollte wie geplant. 30 Kinder und Jugendliche, die Jüngsten im Grundschulalter die Größeren Schüler der 8. Klasse, bereiteten in unterschiedlich großen Teams, den diesjährigen, von der LKG organisierten, Krippenwettbewerb vor.

Nach der großen Resonanz zur Premiere vor zwei Jahren, bei der 40 Weihnachtskrippen zu sehen waren, soll es zum Weihnachtsmarkt in Niederwürschnitz eine Neuauflage geben. "Wir fanden die Idee des Schwibbogen Wettbewerbes in Stollberg klasse. Da es den aber nun schon gibt, riefen wir eben einen Krippenwettbewerb ins Leben Wir möchten damit den Weihnachtsmarkt beleben, aber auch vermitteln warum Weihnachten gefeiert wird", erklärt Damaris Kunz von der LKG Niederwürschnitz. "Wir haben schnell gemerkt, die Kinder haben ganz viele kreative Ideen die sie mit viel Fantasie, Ehrgeiz und Lust am Werkeln umsetzen wollen". Dass die drei besten Exemplare prämiert werden spornt zusätzlich an.

Für die Herstellung der Krippen verwendeten die jungen Bastelkünstler überwiegend Naturmaterialien, Papier, Stoff und Filz. Alle anfallenden Arbeiten, vom Spalten des benötigten Holzes bis zum Bemalen oder Bekleben, haben die Kinder selbstständig übernommen. Größere Holzstücke hat der Opa eines Bastelkindes und Holzwurm Matthias Voigt vorbereitet.

Für ihre Vorstellung von der Darstellung der Weihnachtsgeschichte haben Cedrik Derenthal, Jeremias Klein, Finn Hammer und Daniel Hannapp ein ausgehöhltes Stück Fichtenholz verwendet. Steine, Moos und Heu für Verzierung und Ausstattung wurden von den zehn- und elfjährigen Schülern selbst zusammengesucht. Im Mittelpunkt stehen liebevoll gestaltete Figuren und Tiere, die die Geburt Christi in Szene setzen. "Basteln und Bauen macht Spaß. Mit meinen Freunden werkele ich zudem in der Freizeit gerne im Garten. Wir haben Rohre verlegt, eine kleines Regenauffangbecken gebaut und sogar schon mal Kohle gefunden", berichtet Finn.

Am Ende der Kreativtage stehen dann 25 ganz unterschiedliche Exponate bereit für den Wettbewerb, die Weihnachtskrippen im Einweckglas und in der Flasche, mit und ohne Glitzer, aus Erdnüssen, verkleideten Papprollen, Minis auf kleinen Baumscheiben, gefaltet und geklebt aus DDR-Bastelbögen oder als Fensterbild.

Jeder kann sich an dem Krippenwettbewerb beteiligen. Abgabeschluss ist der 30. November. Die selbst hergestellten Exemplare werden auf dem Niederwürschnitzer Weihnachtsmarkt am 15. und 16. Dezember präsentiert. Die Besucher entscheiden mit ihrer Stimme über die ersten drei Plätze. Die Prämierung erfolgt am dritten Advent, 17.30 Uhr. Informationen findet man im Internet unter

www.krippenwettbewerb. lkg-ndw.de

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