Werkstätten halten an Tag des traditionellen Handwerks fest

Zum 21. Mal öffnen Kunsthandwerker und Manufakturen in der Region am Sonntag ihre Türen. Doch die Corona-Pandemie verändert den Tag. Die Teilnehmer im Altkreis bleiben aber dabei.

Auerbach/Jahnsdorf.

Marc Thierfelder hat in den vergangenen Tagen einige Anrufer beruhigen müssen: "Die Leute hatten gehört, dass der Tag des traditionellen Handwerks wegen der Corona-Pandemie ausfällt", sagt der Drechsler, der in seiner Werkstatt in Auerbach die Original Auerbacher Fensterbrettln herstellt. Er betont: "Für uns ist der Tag des traditionellen Handwerks sehr wichtig, wir werden öffnen und weisen natürlich auf die geltenden Hygienevorschriften hin." Thierfelder wird deshalb am Sonntag von 10 bis 17 Uhr an der Drechselbank stehen, ein Schnitzer vom Auerbacher Schnitzverein wird ebenfalls das Handwerk vorführen.

Geöffnet hat auch die Heyde-Keramik in Jahnsdorf. "Wir haben sowieso jedes Wochenende auf und haben unser Geschäft längst auf die Bedingungen angepasst", sagt Inhaber Jens Böttger. Am Sonntag wird sich die Töpferscheibe drehen, außerdem können die Gäste selbst etwas modellieren und bemalen.

Aufgrund der Auflagen wegen der Corona-Pandemie haben einige Teilnehmer ihr Programm zum Tag des traditionellen Handwerks etwas eingeschränkt. Doch die Initiatoren vom Tourismusverband Erzgebirge sagen ganz bewusst: "Wir stehen hinter diesem Tag", so Birgit Drechsler vom Verband. Absagen gab es indes unter anderem von der Firma Graupner Holzminiaturen aus Crottendorf. Auch die ebenfalls in dem Ort ansässige Grenzland-Destillation hat sich coronabedingt für eine Absage entschieden. Insgesamt nehmen aber immer noch mehr als 70 Werkstätten, Schaustuben und Einrichtungen teil. (mit af)

Das Programm zum Tag des traditionellen Handwerks finden Sie unter www.freiepresse.de/handwerkstag

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