Wettlauf mit dem Tod

Die Stollberger Ärztin Sabine Kirchner hat schon viele Katastrophen gesehen: Sie half in Flüchtlingslagern in Uganda und im Libanon, sie linderte die Not auf den Philippinen und in Serbien nach Naturgewalten. Jetzt aber wagte sie sich als eine der ersten Deutschen ins Zentrum der Ebola-Seuche in Westafrika. Freiwillige wie sie werden dringend gesucht. Doch deren Rückkehr löst Ängste aus.

7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    ts09112
    25.10.2014

    Man sollte doch bitte die Kirche im Dorf lassen!!!! Sie ist eine Ärztin, die weiß, was sie tut. HOCHACHTUNG!!!! Die Entscheidung des Landratsdamtes ist einzig der öffentlichen Panikmache geschuldet und zeugt von sehr wenig Kompetenz!

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    Soundnichtanders
    25.10.2014

    Soll sie doch in ihrem "Einsatzgebiet" bleiben. Ich habe kein Verständnis oder gar Mitleid mit ihr.

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    aussaugerges
    25.10.2014

    Ursache und Wirkung !!!

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    aussaugerges
    25.10.2014

    ----Uhrsache und Wirkung nicht vergessen.----
    Wenn die Menschen nichts aber nichts zu essen haben.
    Da wird eben der letzte Flughund und die letzte Ratte verspeist.
    Und bei der Wärme und den Fliegen da wird alles ganz schnell verkeimt. (Kühlkette gibt es wohl nicht.)
    Das Elend ist durch die Rohststoffkriege barbarisch.

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    gelöschter Nutzer
    25.10.2014

    P.S.: Die Überschrift "Wettlauf mit dem Tod" ist absolut Sensations heischend. Und "Die Rückkehr löst Ängste aus" ist auch nicht wahr, aber sie löst Vorsichtsmaßnahmen aus. Das ist was völlig anderes! So ein Schwachsinnn.....

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    gelöschter Nutzer
    25.10.2014

    In meiner Facebook-Chronik sowie in meinem Web-Blog äußerten sich Kommentiere ausschließlich unverständlich darüber, dass es keine Seehafen- und Flughäfenkontrollen sowie keine Quarantäne mehr gibt. Jeder kann reisen, woher und wohin er gern möchte und dabei jede auch noch so ansteckende Krankheit über den Erdball verteilen. Jetzt handelt eine Behörde (in Stollberg/im Erzgebirge) mal in diesem Sinne, da ist es auch wieder nicht richtig. Ja wie denn nun? Der Ärztin gebührt Dankbarkeit und Achtung entgegengebracht. Aber jetzt ist sie wieder in Deutschland! Niemand hat von ihr verlangt, dass sie ihre Praxis schließen soll. Sie soll nur drei Wochen lang ihre Patienten nicht berühren und Abstand halten. Ich finde das Vorgehen völlig in Ordnung!
    Rückblick: Zuerst war Ebola ein afrikanisches Problem. Weit weg für die sich sicher fühlende westliche Welt. Ebola war nicht nur weit weg, es wurde sogar sträflich nicht ernst genommen. Dann tauchte Ebola in den USA auf und man horchte erstmals auf. Jetzt haben wir Ebola in Spanien und damit in Europa, auf unserem Kontinent. „Schlamperei in Spanien“ schreibt man in einem deutschen Tageszeitungskommentar. Man gibt den nationalen spanischen Gesundheitsbehörden die Schuld und vergisst dabei, dass wir in Deutschland das Problem der tödlichen Klinikkeime nicht in den Griff bekommen. In Deutschland sterben jedes (!!) Jahr 30.000 Menschen an Klinikinfektionen.
    „In Deutschland ist das nicht möglich“ habe ich schon oft und in verschiedenen Zusammenhängen gehört; bis es dann doch auch in Deutschland möglich war. Ich würde den Hals als deutsche Medien nicht so vollnehmen. Ein Land, in dem die Bürger zwar morgens duschen, tagsüber aber verlernt haben, sich die Hände bei Notwendigkeit zu waschen, ist keinesfalls sicher vor weltweiten Virus- und Infektionskrankheiten.
    Ein weiteres Problem ist unsere globalisierte Welt. Wir verteilen den Virus ja geradezu über den Erdball. Im Mittelalter gab es auf der Festung Königstein ein Pestloch. Dorthin verbrachte man die Pestinfizierten, ohne Aussicht auf Wiederkehr. An einem Seil ließ man ihnen Essen und Trinken herab, und vermied damit jegliche Kontakte. Klingt brutal? Ja. Aber man wusste sich weiter keinen Rat. Man wusste nur eins: dass man der Ausbreitung der Pest nicht noch künstlich nachhelfen muss. Man schützte die Nichtinfizierten. Und was machen wir heute? Wir fliegen Ebola um die Welt. Sollte der Virus auch nach Deutschland kommen – was ja eigentlich „nicht möglich ist“ – so haben wir zumindest in Europa den Buhmann schon jetzt gefunden: die Spanier und ihre Schlamperei.
    Ich resümiere nur, dass Deutschland, unsere Politiker und unsere Medien den Hals ganz schön voll nehmen. Die Ebola-Epidemie ist noch nicht zu Ende – vielleicht fängt sie sogar erst richtig an…. Alles ist möglich.
    Es gibt nichts dagegen einzuwenden, die Epidemie zu bekämpfen. Aber das wird umso aussichtsloser, je mehr man sie vorher über den Erdball verteilt. Das kann man dann auch eine gewollte, von Menschenhand gesteuerte “natürliche” Auslese nennen. (The “New-World-Order”). Und – das ist das nächste Thema: profitieren wird auch immer jemand davon. Genau wie bei (gewollten) Kriegen, (heraufbeschworenen) Krisen und eben bei weltweiten Epidemien oder Katastrophen. Wo kommt Ebola überhaupt her? Es gibt auch zu diesem Thema sehr interessante Verschwörungstheorien!
    Vor wenigen Wochen gab es das Interview mit einer Kinderärztin bei “Volle Kanne”. Als sie aus Sierra Leone vom Ebola-Hilfseinsatz zurück kam, hat sie mit Quarantäne gerechnet. Aber was passierte am Flughafen? Nichts! Sie wurde weder untersucht, noch nicht einmal befragt. Geschweige denn, dass sie unter Beobachtung gestanden hätte. Nichts. Genauso stelle ich mir das vor. Sie kommt aus Sierra Leone und geht in die Kinderarztpraxis arbeiten. Sind doch nur die Kinder des Mob- und des Pöbels. Früher lagen Schiffe, die aus gesundheitlichen Krisenregionen kamen (Timbuktu, Madagaskar und so weiter) bis zu mehrere Wochen vor dem Hafen in Quarantäne auf Reede. Bei Flughäfen gab es dieselben Sicherheitsvorkehrungen. Heute? Nichts! Jeder darf einreisen, egal woher er kommt und was er mit sich rumschleppt. Alles muss schnell gehen. Hängt vielleicht unser Aufschwung davon ab. Ein Bauernhof, der nur den geringsten Verdacht auf eine Viehseuche bietet, wird unter Quarantäne gestellt und bis zur Existenzbedrohung meilenweit abgeriegelt. Das Vieh und auch die Landwirte werden behandelt wie Aussätzige, obwohl der letzte Beweis eigentlich aussteht. Mit dem Ergebnis, dass hinterher der Markt bereinigt ist und die Preise steigen (BSE, Schweinegrippe, Geflügelpest, EHEC). Nicht so beim um die Welt reisenden Menschen, da kann jeder machen was und herkommen wo er will. Klar, wir duschen jeden Tag, manchmal vielleicht zweimal. Aber das kleine alltägliche Hygienebewusstsein hat der Einzelne trotzdem schon lange verlernt.
    Übrigens ist der amerikanische Ebola-Patient gestorben – in einem medizinischen Hightech-Land. Düstere Aussichten also, oder nicht?

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    fp2012
    25.10.2014

    Das das Mißtrauen gerechtfertigt ist,zeigt der aktuelle Fall in New York. Ich bewundere diese Frau für ihren Mut, frage mich aber trotzdem, warum sie nicht freiwillig 21 Tage in Quarantäne geht? Was ist, wenn sie sich wie der New Yorker Arzt wirklich angesteckt hat? Ist Stollberg von Haus aus immun? Der Umgang mit dieser Seuche erzeugt bei mir nur Kopfschütteln.



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