Wohn-Rüpel ist endgültig verurteilt worden

Wegen zwei weiterer Prozesse: Gesamtstrafe anderthalb Jahre Haft

Jahnsdorf.

Der angeklagte Wohnhaus-Rüpel von Jahnsdorf ist nun endgültig verurteilt. Laut seinem Verteidiger Ralf Krause hat der Mann eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zu verbüßen. Es handelt sich dabei um eine Gesamtstrafe von insgesamt drei Prozessen - einer davon ist der Jahnsdorfer Fall.

Die Anklage nannte hier als Vorwürfe Beleidigung, Sachbeschädigung, Diebstahl, Ruhestörung, Falschbeschuldigung. Entweder als ehemaliger Mieter in einem Wohnhaus - oder auf offener Straße soll der Mann in Jahnsdorf auffällig gewesen sein.

Der Fall wurde vor dem Amtsgericht Aue zweimal verhandelt, weil eine gesetzliche Frist nicht eingehalten wurde und so der Prozess formal angreifbar geworden ist. Ein angesetzter Termin war vor Gericht kurzfristig geplatzt, da der Angeklagte sich den Fuß gebrochen hatte und nicht reisefähig war. Damit entstand für alle Beteiligten ungewollt eine Pause von mehr als drei Wochen zwischen zwei Verhandlungstagen, was das Gesetz verbietet. In der ersten Auflage des Prozesses kam es ebenso zu terminlichen Verzögerungen, weil der Angeklagte nicht zu den Verhandlungen erschienen war - erst mit Polizeigewalt konnte er schließlich in den Gerichtssaal gebracht werden.

Nach dem Urteil in Aue ging der Angeklagte erst in Berufung, zog diese aber wieder zurück. Zwei andere Prozesse gegen den Mann wurden in Chemnitz erst kürzlich abgeschlossen - zusammen mit dem Jahnsdorfer Fall endeten sie mit der bereits genannten Gesamtstrafe von einem Jahr und sechs Monaten Freiheitsentzug.

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