Bahn testet für die Zukunft

Dass ein Zug auf Gleisen unterwegs ist, daran wird sich so schnell wohl nichts ändern. Doch braucht es noch Signalanlagen?

Annaberg-Buchholz.

Wenn sich an einigen Wochenenden im Jahr die Schranken entlang der Bahnstrecke Annaberg-Schwarzenberg schließen, liegt das zumeist an der Erzgebirgischen Aussichtsbahn. Im Regelbetrieb wird die Strecke indes schon lange nicht mehr befahren. Insofern war es für den einen oder anderen Autofahrer mit Sicherheit eine Überraschung, dass er auch gestern, mitten in der Woche, kurzzeitig an so manchem Bahnübergang warten musste. Schuld daran war ein spezieller Triebwagen. Ausgestattet mit allerlei Technik, testete er das Bahnfahren der Zukunft.

Nein, um das autonome, also führerlose Fahren ging es dabei noch nicht, erklärte Lutz Mehlhorn, Leiter der Erzgebirgsbahn. Dieser gestrige Test habe im weitesten Sinne der Sicherheit des Zugfahrens gedient. Konkret sei es darum gegangen, eine Technik auszuprobieren, die es zulasse, dass Züge in geringeren Abständen als bislang üblich einander folgen können. Das soll ohne die bisher bekannten Signalanlagen passieren. Die brauche es künftig nicht mehr. Stattdessen - wie gestern auf der Strecke Annaberg-Schwarzenberg erfolgt - werden auf den Gleisen eine Art Sensoren aufmontiert, die für die Steuerung der Züge verantwortlich sind und die entsprechenden Impulse geben. Durch diese Technik könne die Zugfrequenz erhöht werden, also mehr Züge in einer bestimmten Zeit auf einer Strecke fahren.

Dieser Test erfolgte im Auftrag der DB Netz AG in Zusammenarbeit mit der Erzgebirgsbahn und dem Forschungscampus für automatisiertes Zugfahren, so Mehlhorn.

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