Minister lernen eine smarte Bergstadt kennen

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Mehrere Vorhaben werden durch das Förderprojekt Smart City in Zwönitz umgesetzt. Dabei hat die Kommune verschiedene Zielgruppen im Blick.

Zwönitz.

Wie sich die Bergstadt Zwönitz als Smart City zu einem für junge Menschen attraktiven Technologie- und Innovationsstandort entwickeln will, darüber informierte sich am Dienstag die bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer (CSU). Zusammen mit dem sächsischen Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt (CDU), ließ sie sich vom Smart-City-Projektleiter Martin Benedict den aktuellen Stand des Vorhabens zeigen. So wurde als ein wichtiges Element der vom Bund geförderten Smart-City-Modellkommune das geplante Erzmobil den beiden Ministern vorgestellt. "Mit diesem Kleinbus soll Zwönitz mit seinen Ortsteilen besser verbunden werden. Derzeit fahren nur selten oder gar keine Busse", erklärte Benedict.

Bereits ab Dezember soll das Erzmobil über eine App von den Fahrgästen angefordert werden können. Die Haltestellen werden entsprechend dem Bedarf angefahren. Unnötige Leerfahrten entfallen. "Dadurch benötigen wir nur einen Bus", so der Projektleiter. Das Interesse der Bürger am Erzmobil ist groß. Viele beteiligten sich an den Umfragen und Workshops. Perspektivisch sei es auch möglich, dass der Bus autonom fährt. Doch vorerst braucht das Erzmobil noch einen Fahrer.

Ein weiterer für die Bergstadt wichtiger Baustein ist der alte Speicher, der derzeit umgebaut wird und der zu einem Gründer- und Innovationszentrum werden soll. "Mit Smart City soll das Gebäude mit Leben gefüllt werden", sieht Benedict eine besondere Aufgabe für sein Team. Hintergrund dafür ist ein Beschluss des Stadtrates. Darin wurde das Ziel formuliert, dass Zwönitz zum innovativen, lebenswerten Vorreiter im Erzgebirgskreis wird. Dies soll dazu führen, dass verstärkt junge Menschen nach Ausbildung oder Studium die Stadt als Lebensmittelpunkt wählen und dadurch die Einwohnerzahl deutlich anwächst. "Wir wollen die jungen Leute halten und die Fachkräfte zurückholen", sagte die Bauamtsleiterin Ute Hahn.

Wie in einer ehemaligen Fabrik wieder Leben einziehen kann, das sahen die beiden Minister nicht nur im Speicher. Als ein gelungenes Beispiel für diese neue Nutzung gilt in der Bergstadt die ehemalige Schuhfabrik. Die städtische Wohnungsgesellschaft sanierte die Industriebrache an der Franz-Schubert-Straße zu einem modernen Wohn- und Geschäftshaus. "Auch hier ist ganz viel smarte Technik verbaut", erklärte Geschäftsführer Jens Killian. So stelle sich die Heizung in den Wohnungen ab, wenn dort ein Fenster geöffnet wird. Dies sei eigentlich nicht nötig. Denn dank innovativer Technik wird die Raumluft ohnehin aller zwei Stunden erneuert. Dank der intelligenten Lüftung gehe kaum Energie verloren, so Killian.

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