Missbrauchsprozess - Ex-Schulleiter ficht Urteil an

Aue/Schwarzenberg.

Ein zu dreieinhalb Jahren Haft wegen Missbrauchs einer Schülerin verurteilter Ex-Grundschullehrer aus dem Erzgebirgskreis hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das Amtsgericht Aue sah es vor einer Woche als erwiesen an, dass sich der Mann vor mehr als 20Jahren als Lehrer und Sporttrainer das Vertrauen einer damals Elfjährigen erschlichen und sie über Jahre sexuell missbraucht hat. Der Lehrer, mittlerweile aus dem Schuldienst entlassen, bestritt die Vorwürfe. Verteidiger Reinhard Röthig hatte einen Freispruch für ihn gefordert. In einem neuen Prozess vor dem Landgericht Chemnitz wolle man nun die Aussage des vermeintlichen Opfers von einem Gutachter prüfen lassen, sagt er. "Sie hatte sich in Widersprüche verstrickt und Erinnerungslücken gezeigt." Der Angeklagte hatte 2017 bereits wegen eines ähnlichen Vorwurfs vorm Amtsgericht gestanden, war aber aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Berufung ein. Das Verfahren ist ebenfalls am Landgericht Chemnitz anhängig. (juef)

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