Zeichen stehen auf Abriss

Was wird aus dem Alten Jägerhaus in Lugau?

Lugau.

Noch ist nicht endgültig geklärt, was aus dem Alten Jägerhaus an der Flockenstraße in Lugau wird, aber die "Tendenz geht Richtung Abriss". Das sagte Heiko Rudolf, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Lugau (WGL), zu deren Bestand das stark baufällige Gebäude gehört, auf Nachfrage eines Stadtrates in der jüngsten Sitzung.

Der Denkmalschutz hatte 2017 Holzproben im Dachstuhl genommen, um das genaue Alter der Balken feststellen zu können. Sollten sie tatsächlich noch die ursprünglichen von 1728 sein, sollen diese als Beispiel für die damalige Bauweise im Museumsfundus aufbewahrt werden. Für die WGL wäre die Sanierung des 300Jahre alten Hauses wirtschaftlich nicht vertretbar, als Wohnhaus ist es zudem ungeeignet, andere Nutzungsideen gibt es nicht. Auch der Versuch, das Gebäude zu einem symbolischen Preis zu veräußern, ist gescheitert.

Wie Lugaus Bürgermeister ThomasWeikert vor dem Stadtrat sagte, werde man im Falle eines Abrisses aber dasAreal so gestalten, dass es an das historische Gebäude erinnert. Es ist eines der ältesten Gebäude im Zentrum Lugaus und Zeugnis dafür, dass der Steegenwald einst bis an die heutige Flockenstraße reichte. Im Jahr 2017 waren das Gebäude und sein Umfeld auch Kulisse für ein Kunstschulprojekt von Stollberger Gymnasiasten, bei dem die Historie des Hauses ebenfalls eine Rolle spielte. (vh)

Bewertung des Artikels: Ø 1 Sterne bei 1 Bewertung
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...