Zensus 2011 - Kreisstadt nimmt Klage zurück

Annaberg-Buchholz.

Die Kreisstadt nimmt die Klage sowie die Widersprüche gegen den Zensus 2011 zurück. Das hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich beschlossen. Hintergrund ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 19. September 2018. Darin wurde festgestellt, dass eine staatliche Volkszählung, die unter anderem durch die Auswertung vorhandener Register und ergänzender Individualbefragung erfolgt, verfassungsgemäß ist. Annaberg-Buchholz war gegen den Zensus vorgegangen, weil diese Erhebung im Ergebnis etwa 600 Einwohner weniger gelistet hatte, als tatsächlich im Melderegister der Stadt zu finden waren. Eine Erklärung dafür gibt es laut Oberbürgermeister Rolf Schmidt (FWG) auch: "Beim Zensus wurden die Bürger nicht nach dem Wohnsitz, sondern ihrem Aufenthaltsort befragt". Wer also etwa die Woche über in Dresden lebt, weil er dort studiert, aber in Annaberg seinen Wohnsitz hat, wurde beim Zensus Dresden zugeordnet, wenn er das so angegeben hat, erläuterte Schmidt. (tw)

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