Zum Internationalen Kindertag: Wussten Sie schon, ...

Es ist ein Kinderrecht: verspielt sein, umsorgt werden, beschützt von den Großen. Wie steht es darum zwischen Johanngeorgenstadt und Zschopau, Seiffen und Lugau? Ein kleiner Rundblick.

Stollberg.

Am morgigen Samstag feiern die Kleinen. "Freie Presse" hat Themen rund ums Kind zusammengestellt - und mit Fakten unterlegt. Lost geht's. Wussten Sie schon, ...

... wie viele Kinder eigentlich im Erzgebirgskreis leben? Ganz genau 50.939. Diese Zahl nennt das Statistische Landesamt in Kamenz und bezieht sich auf alle Bürger unter 18 Jahren. Ob es gerade in diesem Moment so viele sind, ist allerdings nicht zu sagen - jede Statistik hinkt natürlich der Wirklichkeit hinterher. Die obige Angabe bezieht sich auf den 30. September 2018. Interessant: Knapp 2600 Babys sind im vergangenen Jahr geboren worden - so wenige wie schon lange nicht mehr.


... dass kurze Kindernamen total angesagt sind? Für ihn am besten eine Silbe, für sie höchstens zwei. Das lieben Eltern für ihre Kids. Ben und Emma sind in Deutschland die beliebtesten Vornamen - und auch im Erzgebirgskreis sind kurze Namen vorn. Neben Ben, etwa in Annaberg-Buchholz am beliebtesten, sind es auch Emil, Paul und Finn. Bei den Mädchen ist sehr wahrscheinlich, dass die Babys Emma, Frieda oder Mia heißen. In Aue war 2018 Lia Mädchennamen-Spitzenreiter.

... wie viele Erzieher sich in den Kitas um den Nachwuchs kümmern? Noch nie arbeitete in den vergangenen zehn Jahren so viel Personal in den Kitas wie derzeit: 2337. Das bedeutet aber auch: Im Schnitt werden zehn Knirpse von einer Fachkraft umsorgt. Diese Zahlen nennt der aktuelle Tätigkeitsbericht des Erzgebirgskreises von 2018. Der Großteil des Kita-Personals sind Frauen - jedoch auch 92 Erzieher kümmern sich in erzgebirgischen Kindertagesstätten um die Kleinen. Das ist ein kleiner, aber feiner neuer Rekord. Übrigens: Im Erzgebirgskreis gibt es 229 Kitas - davon sind 45 Prozent in kommunaler und 55 Prozent in freier Trägerschaft. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2008 insgesamt 218 Kitas vorgehalten.

... dass es einen Kinder-Begrüßungsbesuch vom Amt gibt? Keine Bange, dies ist keine Pflicht. Aber es stimmt: Eltern mit Neugeborenen wird ein freiwilliger Begrüßungsbesuch eines Mitarbeiters des Allgemeinen Sozialen Diensts angeboten. Dabei werden ein Elternkompass sowie ein Begrüßungsgeschenk überreicht und es wird über Unterstützungsangebote für junge Familien informiert. Seit Beginn der Aktion im April 2010 haben 16.591 Familien mit Neugeborenen diese Möglichkeit - oder eine telefonische Beratung als Alternative - in Anspruch genommen. Fazit des Landratsamts: "Somit konnten durchschnittlich 83 Prozent aller Familien im Erzgebirgskreis mit diesem freiwilligen Informationsangebot erreicht werden."

... dass die Zahl der Inobhutnahmen steigt? Nicht immer ist eine Familie intakt, manchmal sind Eltern dauerhaft überfordert. Bei akuten Gefährdungen für das Wohl von Kindern und Jugendlichen muss die Jugendhilfe eingreifen. Die Fallzahlen sind gestiegen: Musste das Amt vor zehn Jahren 39 Kinder in Obhut nehmen, lag die Zahl 2018 bei 126.

... dass es ein Netzwerk für Kinderschutz gibt? 2007 haben die Altkreise Annaberg, Aue-Schwarzenberg, Mittlerer Erzgebirgskreis und Stollberg ein sozialraumorientiertes und fachübergreifendes Netzwerk "Gemeinsam für Kinder - Präventives Hilfesystem im Erzgebirgskreis" installiert. Im Großkreis konnte dies ausgebaut werden. Etwa 1100 Netzwerkpartner aus vielen Schichten der Gesellschaft wirken heute mit: Kliniken, Ärzte, Hebammen, Krankenkassen, Kommunen, Amtsgerichte, Polizeidienststellen, Kitas, Schulen und Behörden.

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