Zum Wochenende: Jeder ist gefragt

Reden wir mal über Selbstverständlichkeiten: Wer im öffentlichen Raum einen Schokoriegel isst, eine Limo trinkt oder eine Zigarette raucht, sollte seinen Müll im nächstgelegenen Mülleimer entsorgen oder mitnehmen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Leider. Was ist so schwer daran, Verantwortung für seinen eigenen Müll zu übernehmen und nicht alles sorglos fallen zu lassen?

Das haben sich auch fünf Siebtklässler von der Stollberger Altstadtschule gefragt und spontan die Ärmel hochgekrempelt. Sie haben im Stadtgarten auf dem Aldi-Dach freiwillig den Müll anderer weggeräumt und wollen dies nun häufiger machen. Einfach weil es sie gestört hat, dass der kleine Park vermüllt wurde. Das verdient Respekt. Die Stadt hat die Schüler daher im Stadtrat geehrt. Gut so.

Das Problem ist freilich keine Stollberger Spezialität, sondern ein flächendeckendes Phänomen. Auch im Burkhardtsdorfer Rathaus beispielsweise gehen häufig Hinweise von unzufriedenen Bürgern ein. Vielen Bürgern ist die Sauberkeit in ihrem Ort wichtig. Das zeigt sich bei Umfragen, Einwohnerversammlungen oder Bürgerfragezeiten.

Hier tut sich ein Dilemma auf. Den Bürgern ihren Müll nachzuräumen, ist nur bedingt Aufgabe der Kommune. Die kümmert sich um das Aufstellen und die Leerung der Mülleimer. Burkhardtsdorf bietet zudem Grundstückspatenschaften an. Bürger können Verantwortung für eine Fläche übernehmen und Verschmutzungen selbst beseitigen.

Doch grundsätzlich liegt es in der Verantwortung eines jeden einzelnen, für Stadtsauberkeit zu sorgen. Das ist nicht zu viel verlangt, sondern eine Selbstverständlichkeit.

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