Zum Wochenende : Respekt!

Vereinsarbeit ist kräftezehrend. Gerade hinter den Kulissen. Dort werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass andere ihre Freizeit sinnvoll verbringen können. Das ist aller Ehren wert. Im Überfluss haben die meisten Vereine schließlich nur Arbeit. Denn finanziell über die Runden zu kommen, das macht Arbeit. Es ist aufwendig, um Nachwuchs zu werben, und nicht immer leicht, ausreichend Helfer für Veranstaltungen oder gar die Vorstandstätigkeit zu finden. Applaus, aufrichtige Worte des Dankes oder freudige Kinderaugen entschädigen für einiges.

Der Sturm Fabienne hat die Situation vielerorts verschärft. Unzugängliche Wälder wie bei Rentners Ruh oder gesperrte Gebäude beispielsweise beim Soziokulturellen Zentrum in Neuwürschnitz oder dem Saal des Volkshauses in Gornsdorf stellen die Vereine dabei vor zusätzliche Herausforderungen. Die müssen nun nicht nur den üblichen Betrieb am Laufen halten, sondern auch noch die Existenz sichern. Schließlich sind ausgefallene Veranstaltungen gleichbedeutend mit weniger Einnahmen.

Vieles funktioniert auch im Provisorium, aber sicherlich nicht auf Dauer. Nach weggebrochenen Einnahmen können die Vereine aber Abmeldungen oder ausbleibende Besucher nicht auch noch gebrauchen. Wie schnell das Vereinsleben wieder seinen geregelten Gang gehen kann, liegt zudem oft nicht in deren Einflussbereich. Das zehrt zusätzlich an den Nerven.

Umso bemerkenswerter, dass dieser Tage einfach angepackt wird: Ohne Bitternis, aber mit einer "Jetzt-erst-recht-Stimmung". Respekt.

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