Zuschuss für Freibad trotz Besucherrekords kaum gesunken

In der Burkhardtsdorfer Einrichtung tummelten sich im vergangenen Jahr mehr als 29.000 Besucher. Der Finanzbedarf bleibt bei knapp 117.000 Euro.

Burkhardtsdorf.

Der vergangene Sommer hat sich positiv auf die Besucherzahlen im Burkhardtsdorfer Freibad ausgewirkt. Dort wurden im abgelaufenen Jahr 29.316 Besucher begrüßt und damit rund 11.500 mehr als 2017. Trotzdem musste die Gemeinde den Badbetrieb mit knapp 117.000 bezuschussen. Das sind rund 8000 Euro weniger als im Vorjahr. Dabei sind die Einnahmen über Tickets von rund 36.120 aufknapp 56.740 Euro gesteigert worden. "Mich wundert das nicht", sagt Fachbereichsleiter Jörg Spiller. "Schließlich müssen wir bei erhöhtem Besucheraufkommen auch das Personal aufstocken." So sei zeitweise ein dritter Rettungsschwimmer im Einsatz gewesen und auch zusätzliches Servicepersonal sei notwendig geworden. In Summe sind für Personal Gesamtkosten von knapp 100.000 Euro entstanden. Dazu kommen rund 10.350 Euro für Leistungen des Servicebetriebes im Bad.

Spiller geht davon aus, dass der Zuschussbedarf sich auch künftig zwischen 100.000 und 120.000 Euro bewegen wird. Bevor der Gemeinderat beschlossen hat, das Bad ab 2017 in kommunaler Regie zu betreiben, sind jährlich 40.000 Euro Zuschuss an einen privaten Betreiber überwiesen worden. Allerdings beklagt die Gemeinde, dass der ehemalige Betreiber es nicht so genau mit Instandhaltung und mit notwendigen Investitionen genommen hat. Spiller taxiert den aktuellen Investitionsrückstau auf 123.000 Euro. Diverse Erneuerungen sind in den kommenden Jahren geplant. Das betrifft unter anderem die Sanitäranlagen, aber auch die Volleyballplätze und die Beckentechnik.

Mit Blick auf die detaillierte Besucherstatistik stellt Spiller einige Angebote auf den Prüfstand. Das betrifft das Ausdauerschwimmen mit 142 Nutzern und 284 Euro Einnahmen ebenso wie die Zehnerkarten, die nur 38 Mal verkauft worden sind. Das Ausdauerschwimmen möchte Betriebsleiter Frank Nebel allerdings mittelfristig etablieren. Neu eingeführt werden könnten Schwimmkurse oder Schwimmabzeichen. In diesem Bereich besteht laut Spiller eine Nachfrage im Ort. Das gelte weniger für Vereinssport sowie Übernachtungen oder Zeltlager, die kaum angenommen würden.

Für die kommende Badesaison soll an der bestehenden Preisgestaltung festgehalten werden. "Ich würde mir wünschen, dass wir hundert Jahreskarten verkaufen könnten", sagt Spiller. Im vergangenen Jahr waren es 58 bei den Erwachsenen (2017: 42) und 17 bei Kindern (2017: 13). "Das würde uns eine stabile Grundeinnahmesituation bescheren", begründet Spiller. Neben den Tageskarten wurde bei den Familienkarten der größte Zuwachs erfasst. 2018 wurden insgesamt 12.102 (2017: 8258) Tageskarten abgesetzt. Dazu kommen 2135 Familienkarten (2017: 977). Ziel ist, erneut rund 25.000 Besucher zu begrüßen.

Der Imbiss im Bad wird laut Spiller auch in der kommenden Saison öffnen. Der bisherige Betreiber aus Limbach-Oberfrohna wird sein Angebot aufrecht erhalten. Pachterlöse werden dabei nicht erzielt.

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