Zustand des Waldes bereitet weiter Sorgen

Gemeinde Gornsdorf hält an geplanter Pflanzung am Goethehain fest

Gornsdorf.

Auch wenn der Borkenkäfer und die vergangenen Winterstürme nicht mehr die Nachrichten beherrschen, Förster wie Matthias Melzer sehen die Folgen noch täglich. "Wir sind immer noch im Krisen- und Katastrophenmodus, können nur reagieren", teilte der Revierförster bei seiner jährlichen Auswertung für den körperschaftlichen Waldbesitz der Gemeinde jetzt den Gornsdorfer Gemeinderäten mit. Knapp 15 Hektar bewirtschaftet der Staatsbetrieb Sachsenforst für die Gemeinde.

"Einerseits muss das Schadholz schnell aus dem Wald, andererseits ist der Holzmarkt derart im Keller, dass man sägefähiges und Industrieholz kaum noch kostendeckend ernten kann", so Melzer. Er legte dem Gremium daher nahe, sich grundsätzlich Gedanken darüber zu machen, ob es dem Wald sich selbst überlassen will oder weiterhin aktive Forstwirtschaft mit Neupflanzungen betreiben will. Die Gemeinderäte waren sich einig, dass sie Letzteres wollen. "Eine strukturierte Bewirtschaftung halte ich für sinnvoll", meinte Bürgermeisterin Andrea Arnold.

Daher soll nun im kommenden Frühjahr die Pflanzung von Lerchen und Douglasien am Goethehain angegangen werden. Zwei Mal schon musste der Revierförster diese verschieben, weil die Schadholzbeseitigung nach den Stürmen wie "Fabienne" oder "Eberhard" Vorrang hatte, um dem Borkenkäfer nicht noch mehr Brutmöglichkeiten zu geben. Nun steht die Pflanzung im Plan für 2020, der insgesamt aber ein Minus von knapp 11.000 Euro ausweist. Grund sind die niedrigen Erlöse aus dem Holzverkauf und der geplante Zaun, den die jungen Douglasien als Wildschutz benötigen.

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