Zwei Häuser dürfen in Wohngebiet entstehen

Entscheidung über Pläne für Jahnsdorf Süd-Ost wird revidiert

Jahnsdorf.

Dass die Pläne zur Erschließung eines Baugebiets am Jahnsdorfer Ahorn- und Buchenhof aufgehoben werden, war beschlossene Sache. Im Mai hatten sich die Räte gegen das Vorhaben ausgesprochen. Doch nun wurde die Entscheidung angepasst. Jahnsdorf ändert den Umriss des Gebiets, das von der Aufhebung betroffen ist, damit ein Einfamilien- und ein Zweifamilienhaus gebaut werden können.

Die Ideen für eine Wiederbelebung des jahrzehntealten Projekts "Jahnsdorf Süd-Ost" waren im Herbst des vergangenen Jahres bekannt geworden. 1998 hatte der Gemeinderat eigentlich festgelegt, dass das Wohngebiet am Ahorn- und Buchenhof nicht erweitert werden soll. Ein entsprechender Bauplan wurde für ungültig erklärt. Eben diesen Plan wollte die Gemeinde im vergangenen Jahr wieder aktivieren, um ein neues Vorhaben voranzutreiben: Ein Investor hatte vor, drei Anlagen mit Platz für bis zu 45 Haushalte zu bauen.

Doch dann regte sich Protest unter den Anwohnern. Im Gemeinderat trugen sie ihre Kritik vor. Die lange Bauzeit, mit der gerechnet wurde, bereitete ihnen Sorgen. Vor allem aber machten sie deutlich, dass man ihnen einst versichert hatte, dass das Gebiet, in das sie gezogen waren, nicht weiter ausgebaut werde. "Wir sind hintergangen worden", sagte einer. Obwohl eine Mehrheit der Räte anfangs hinter dem neuen Projekt stand, kamen sie ins Zweifeln. Am Ende stimmten sie dagegen.

Das Kapitel "Jahnsdorf Süd-Ost" schien beendet zu sein. Der Aufhebungsbeschluss wurde im Rathaus öffentlich ausgelegt. Dann ging eine Anfrage ein - mit dem Vorschlag, eines Teil des betreffenden Gebiets doch zu bebauen: mit einem Einfamilien- und einem Zweifamilienhaus. Im Rat kam die Frage auf, wann mit dem Baustart zu rechnen sei. Die Autoren der Anfrage, die unter den Gästen der Sitzung waren, gaben zu verstehen, dass sie möglichst im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten beginnen wollen. Elf Räte stimmten für die Änderung zugunsten der Häuslebauer, einer dagegen, zwei enthielten sich, einer war befangen. Die Kosten für die geänderte Aufhebung übernehmen die Antragsteller. Der Beschluss wird erneut öffentlich ausgelegt.

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