130 Prozent gegen den Durst

HOCHSOMMER: Wie kommt der Erzgebirger mit Hitze zurecht, wenn er arbeiten muss und keinen Urlaub hat? Heute: Getränkehändler Peter Tippmann.

Getränkehändler Peter Tippmann transportiert mit einem Gabelstapler Kisten im Olbernhauer Lager.

Von Sven Wagner

Heute könnte laut Wetterexperten der bislang heißeste Tag des Jahres werden. Die Hitzewelle im Land könne stellenweise sogar die 40-Grad-Marke knacken. Daher lautet der Expertentipp wie schon zuvor: viel trinken. Und für Getränkehändler Peter Tippmann aus Olbernhau bedeutet das: viel arbeiten.

Tippmann leitet den Olbernhauer Getränke Vertrieb. Zu ihm kommen Leute, wenn sie Durst haben - und in diesem Sommer sind es besonders viele. Das ist schon allein daran zu merken, dass es für den Getränkehändler schwierig ist, Zeit für ein kurzes Gespräch zu finden. "Wir arbeiten gerade 130 Prozent", sagt er. In diesen heißen Zeiten, wo die Leute mehr trinken, sei auch wesentlich mehr zu tun als sonst.

Schon früh am Morgen geht es los: Planung und Unterlagen vorbereiten, dann werden die Getränkekisten ausgefahren. Tippmann und seine drei Mitarbeiter sind den ganzen Tag auf den Straßen unterwegs und liefern Wasser, Limo und Bier im Erzgebirge und sogar bis nach Zwickau und Dresden. Mehrere Tonnen Getränke bewegen die Olbernhauer momentan - pro Tag. Zwei Drittel davon sind laut Tippmann Bier, das Unternehmen vertreibt die lokale Marke Olbernhauer. Der Rest bestehe aus Alkoholfreiem. Das ist bei der Hitze gerade sehr nachgefragt und wichtig. Doch laut Tippmann möchten die Kunden auch viel Radler und Bier der Sorte Böhmisch Hell, da es leicht sei und nur die Hälfte des Alkoholgehalts von normalem Bier habe. Dass die Leergutkisten knapp werden, wie bereits vielerorts gehört, ist bei den Olbernhauern nicht der Fall.

Wenn Peter Tippmann nach mehreren Fahrten in der Tageshitze selbst ins Schwitzen kommt, hat er einen Geheimtipp: Buttermilch. "Die ist eine gute Durstlöscherin und liefert viel Eiweiß", erklärt der Getränkehändler und fügt hinzu: "Nach dem Feierabend darf es aber gerne auch mal ein Bier sein."

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