40 Jahre Schiffsmodellclub: Schau zeigt fast 500 Exponate

22 Mitglieder gehören der Gemeinschaft in Ehrenfriedersdorf an. Ihr Jubiläum feiert diese mit einer umfassenden Modellbau-Ausstellung. Neben Schiffen sind auch Autos, Dampfmaschinen und anderes zu sehen. Darunter ein echter "Renner".

Ehrenfriedersdorf.

Modellbauer und Technikfreunde sowie solche, die es werden wollen, sind an den nächsten drei Wochenenden in Ehrenfriedersdorf richtig. Anlässlich seines 40. Geburtstages hat der Schiffsmodellclub in der Stadt eine umfassende Jubiläumsausstellung in Sachen Modellbau organisiert. Nicht allein Schiffsmodelle in allen möglichen Ausführungen und Größen werden die Schau in der alten Turnhalle an der Wiesenstraße schmücken - wobei das schnellste Modell eines Rennbootes 130 "Sachen" aufs Wasser bringt. Auch Modellautos - vom Sportflitzer bis zum Oldtimer - sind zu sehen. Ebenso prägen Lkw- und Geländewagenmodelle das Bild, zudem Funktionsdioramen im Maßstab 1:87, Dioramen mit Armeefahrzeugen sowie Dampfmaschinen.

Um das Ganze abzurunden, schippern auch Boote über eine richtige Wasserfläche. Allradmodelle tuckern über eine original nachgebaute Übungsstrecke, Originalgeräusche inklusive. Selbst eine Modellbahn-Rangieranlage in der Spur 1 fehlt nicht. Insgesamt zeigt die Jubiläumsausstellung an die 500 verschiedene Modelle. "Ein bissel verrückt muss man eben sein", sagt Siegfried Seidl zum großen Aufwand, der dafür betrieben worden ist. Der 78-Jährige ist seit der Gründung des Schiffsmodellclubs im Jahr 1978 Vereinsvorsitzender und kann die Vielfalt der Ausstellung mit wenigen Worten begründen. "Durch den Schiffsmodellbau sind wir schnell auch auf andere Modelle gekommen, so haben sich viele von uns auch immer schon mit Modellbahnen beschäftigt", berichtet der Ehrenfriedersdorfer.

Die Gründung des Schiffsmodellclubs war seiner Zeit auf Betreiben der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) erfolgt. "Das wäre gar nicht anders gegangen", sagt Siegfried Seidl. Mit Dieter Klohs aus Amtsberg ist er Gründungsmitglied der Gemeinschaft. Der ehemalige Diplom-Ingenieur für Maschinenbau betont in diesem Zusammenhang, dass die Förderung des Clubs ideal gewesen sei. "Seit der Vereinsgründung nach der Wende gibt es keine finanzielle und materielle Förderung mehr, wir sind auf Einnahmen von Veranstaltungen und Vorführungen angewiesen", so Siegfried Seidl. Zahlreiche Preise sind zu DDR-Zeiten durch die Gemeinschaft eingefahren worden. Darunter sind etwa zwei Silbermedaillen bei Weltmeisterschaften und nationale Meistertitel.

Als Vereinsgewässer hat sich der Weberteich in Schönfeld etabliert. Seidl erinnert sich noch, wie sich aus der bis 1992 vom Verein organisierten Sachsenregatta das Schönfelder Vereinsfest mit den Schauvorführungen von Schiffen aller Art entwickelt hat. Übrigens: Das Logo des Vereins ist seit der Gründung das gleiche geblieben. Abgebildet ist darauf das Forschungsschiff "Professor Albrecht Penck". Es war das erste von den beiden Gründungsmitgliedern gebaute Gemeinschaftsmodell.

Akribisch und penibel geht es beim Modellbau zu. "Bei diesem Hobby muss dich aber nicht unbedingt der Modellbauvirus befallen, es kann auch der Technikvirus sein", sagt Seidl als Urgestein unter den Edelbastlern. Die Mitstreiter im Verein kommen aus allen möglichen Berufssparten, sind Agrotechniker, Baumaschinist, Werkzeugmacher oder eben Rentner. Und worauf die Mitglieder des Vereins auch stolz sein können: Die Gemeinschaft zählt heute wie früher 22 Mitglieder.

Die Jubiläumsausstellung des Schiffsmodellclubs Ehrenfriedersdorf in der alten Turnhalle in der Wiesenstraße ist morgen und am Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Ebenfalls öffnet die Präsentation am 13. und 14. Oktober sowie am 20. und 21. Oktober zur gleichen Zeit ihre Pforten.

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