55. Auflage der Rallye Erzgebirge führt über Neuland

Die Traditionsveranstaltung wartet mit mehreren Neuerungen auf. Für Fahrer und Fans wird sie so noch attraktiver.

Gornau.

Eine Rallye durch Enduro-Land. Die Rallye Erzgebirge ist selbst nach über einem halben Jahrhundert noch immer für Überraschungen gut. So betritt der Veranstalter bei der 55. Auflage am 29. September Neuland: Auf dem Gelände der Speditionsfirma Olbrich im Gewerbegebiet Gornau wird eine Wertungsprüfung (WP) gestartet. Die WP "Suzuki KKL" Gornau ist rund zwölf Kilometer lang und führt über Schlößchen nach Weißbach. Wie alle anderen Prüfungen an diesem Tag - in Stützengrün, Oberdorf und Gelenau - muss auch die neue Passage vor den Toren von Zschopau zweimal absolviert werden. Als 9. und 11. und damit letzte Wertungsprüfung vor dem Ziel in Stollberg.

"Ich habe mir schon immer gewünscht, dass die Rallye einmal so nah wie möglich nach Zschopau kommt", sagt Veit König. Dass es nun beim zweiten Anlauf geklappt hat, so der Rallye-Pilot und Mitorganisator der Motorsportveranstaltung weiter, sei umso schöner. 2016 hatte der Gornauer den ersten Versuch gestartet. "Da unsere Rallye damals kein Lauf zur Deutschen Meisterschaft war, verschwanden die Pläne wieder in der Schublade", erläutert Daniela Pötzsch, die Organisationsleiterin der ADMV Rallye Erzgebirge. In diesem Jahr kehrt die "Erze" nun ins Oberhaus zurück. Er sei zwar überall auf offene Ohren gestoßen und auch unterstützt worden, "dennoch war es ein gehöriger Kraftakt, bis alles unter Dach und Fach war", berichtet König. Umso bitterer sei es für ihn, dass er in 14 Tagen bei seinem "Heimspiel" nicht starten kann. "Nach einer Herz-OP im vergangenen Jahre fühle ich mich mental und physisch noch nicht wieder so fit, um Rennen fahren zu können", so der 54-Jährige. Gesundheitliche Gründe seien es auch gewesen, weshalb er im Sommer die Geschäftsführung der Firma KKL an Peter Leihbecher übergeben habe.

In diesem Zusammenhang sei er froh, dass sein Nachfolger ebenfalls so Rallye-verrückt sei wie er. "Er ist von der WP genauso begeistert wie ich", so König. Er sei stolz, dass er an so einer hochkarätigen Veranstaltung mitwirken könne, sagt Leihbecher. "Es ist schon etwas Besonderes, alle Genehmigungen dafür bekommen zu haben", so der Thüringer, der selbst viele Jahre im Motorsport aktiv war. So werde es an der WP in Gornau einen speziellen "Suzuki KKL"-Bereich geben. "Das wird ein heißer Ritt", freut sich der neunfache Gesamtsieger Ruben Zeltner auf den neuen Abschnitt. Was genau die Fahrer auf den zwölf Kilometern Neuland von Gornau nach Weißbach erwartet, verrät "Erze"-Pressesprecher Denny Michel noch nicht: "Nur so viel: jede Menge Kurven, viel Asphalt und etwas Schotter."

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