Abrisspläne werden dank Förderzusage konkreter

Amtsberg will ehemalige Deckerfabrik durch eine Bauhof-Halle ersetzen

Amtsberg.

Manchmal mahlen die Mühlen der Bürokratie doch nicht so langsam. Diese Erfahrung hat gerade Amtsbergs Bürgermeister Sylvio Krause gemacht, der bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend die Zusage von Fördermitteln für den geplanten Abriss der ehemaligen Deckerfabrik im Ortsteil Weißbach verkünden konnte. "Das ging schneller als gedacht", sagte Krause, der nun die Aktivitäten für dieses Projekt vorantreiben kann. Bevor die Bagger anrücken können, müssen zunächst einmal die Eigentumsverhältnisse geklärt werden.

"Derzeit dümpelt das herrenlose Gebäude vor sich hin und befindet sich in einem erbärmlichen Zustand", beschrieb der Bürgermeister die Situation. Um diese zu ändern, muss die Kommune zuerst Eigentümer des 18.671 Quadratmeter großen Grundstücks werden. Dementsprechend fasste der Gemeinderat einstimmig den Beschluss, mit dem Freistaat Sachsen einen sogenannten Abtretungsvertrag eines Aneignungsrechts abzuschließen. "Denn eigentlich hat der Freistaat das erste Zugriffsrecht auf herrenlose Grundstücke", so Krause. Aus Dresden erfuhren die Amtsberger jedoch, dass kein Interesse besteht.

Um die Fläche endgültig in Amtsberger Besitz zu bringen, rechnet Krause mit Kosten zwischen 5000 und 10.000 Euro, die beispielsweise für den Notar und die Löschung der im Grundbuch eingetragenen Belastungen fällig werden. Deutlich teurer wird es, wenn es dann an die Baumaßnahmen geht. So rechnet der Bürgermeister für den Abriss mit einem Eigenanteil der Kommune von mehr als 25.000 Euro. Die nun zugesagte Förderung in Höhe von 90 Prozent spreche jedoch ebenso für das Vorhaben wie die künftige Verwendung. So plant die Gemeinde, anstelle der einstigen Fabrik eine Kalthalle für den Bauhof zu errichten. (anr)

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