Als Geschenk zum Kindertag geplant

Der Spielplatz in Schlößchen bedarf dringend einer Sanierung. Obwohl noch nicht alle Bauaufträge vergeben sind, hat sich die Gemeinde Amtsberg einen klaren Zeitrahmen gesetzt.

Amtsberg.

Wo einst Kinder schaukelten, steht nur noch ein mit einem Absperrband versehenes Holzgerüst. Vom großen Spielgerät auf der Kiesfläche im Zentrum des Spielplatzes von Schlößchen ist gar nichts mehr zu sehen. "Das Holz war so verfault, dass wir es zurückbauen mussten", sagt Amtsbergs Bürgermeister Sylvio Krause und ergänzt: "20 Jahre hinterlassen nun mal ihre Spuren." So viel Zeit ist seit der letzten Sanierung der Anlage im Amtsberger Ortsteil Schlößchen vergangen. Nun soll die nächste folgen.

Gern hätte die Gemeinde den Kindern mit neuen Spielgeräten eine Art Weihnachtsgeschenk bereitet. Doch die ursprünglich schon früher geplante Auftragsvergabe erwies sich als schwierig. Weil die Kosten für einen neuen Zaun deutlich höher ausfallen als erwartet, wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung nur zwei von drei Losen vergeben. "Die Kosten für den Zaun bewegen sich zwischen 12.000 und 15.000 Euro", so Krause. Kalkuliert hatte die Kommune mit rund der Hälfte. Immerhin: Eine Firma wurde für reichlich 65.000 Euro mit Landschaftsbauarbeiten und der Beschaffung moderner Spielgeräte beauftragt. Eine weitere erhielt den Zuschlag, für 535 Euro eine neue Tischtennisplatte zu errichten.

Auch für den Zaun soll Krause zufolge zeitnah eine Lösung gefunden werden. Denn die Gemeinderäte haben sich einen klaren Zeitrahmen gesetzt. Bis Ende Mai soll das insgesamt rund 75.000 Euro teure Projekt, das zu 75 Prozent mit Fördermitteln für den ländlichen Raum (Leader) unterstützt wird, abgeschlossen sein. Statt Weihnachten dürfen sich die Mädchen und Jungen somit auf ein Geschenk zum Kindertag freuen. Damit die Einweihung spätestens am 1. Juni 2019 erfolgen kann, wird wohl auch im Winter gearbeitet. "Wir lösen die Aufträge schnellstmöglich aus, damit sich die Firmen sofort vorbereiten können", betont der Bürgermeister.

Bei der Auswahl der Spielgeräte habe man aus den Erfahrungen gelernt. So soll das neue Gerät im Zentrum der knapp 1000 Quadratmeter großen Fläche nicht nur aus Holz bestehen, das sich als witterungsanfällig erwiesen hat. "Es wird aus verschiedenen Materialien gefertigt sein", sagt Sylvio Krause, der sich davon eine längere Haltbarkeit verspricht. Hand angelegt wird auch am Baumhaus, das erst vor acht Jahren errichtet wurde. Der Rest der Anlage, die zu DDR-Zeiten als Spielplatz für den Schulhort diente, ist deutlich älter.

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