Anwohner: An Tempo 30 hält sich keiner

Ärger in Borstendorf: Die vom Landratsamt angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Ortsdurchfahrt erzielt offensichtlich nicht die erhoffte Wirkung.

Borstendorf.

Renate Schönherr ist genervt. "Die Begrenzung auf Tempo 30 ist an und für sich richtig und gut", sagt die Borstendorferin. "Das Problem ist aber, dass sich keiner daran hält. Alle fahren durch, als gäbe es kein Schild", so die Anwohnerin weiter. "Hier ist kaum einer mit 30 unterwegs, das müsste doch auch kontrolliert werden", fordert eine andere Borstendorferin.

Anfang des Monats hatte das Landratsamt des Erzgebirgskreises eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung für die Ortsdurchfahrt (August-Bebel-Straße/S 235) angeordnet. Bis dahin galt Tempo 30 nur für Lkw. Auslöser war die Auswertung von Verkehrsmessungen auf der Staatsstraße in der Ortslage. Dabei war festgestellt worden, dass sich kaum ein Lkw-Fahrer an die vorgeschriebene Tempogrenze halte. Um eine höhere Verkehrssicherheit für Anwohner und Fußgänger zu erreichen, wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung deshalb auf alle Fahrzeuge erweitert.

In Anbetracht des sehr schlechten Straßenzustandes, der zusätzlichen Bauarbeiten und der Umleitungsstrecken für Autos und Lkw sowie für drei Buslinien sei die Festlegung dringend erforderlich gewesen, sagt Grünhainichens Bürgermeister Robert Arnold (parteilos). Viele Anwohner hätten sich diese Regelung schon sehr lange gewünscht, allein aufgrund der Lärmminderung, so das Gemeindeoberhaupt weiter. Denn seit Beginn der Straßenbauarbeiten in Leubsdorf vor mehr als zwei Jahren - im Nachbarort wird die Ortsdurchfahrt (S236) grundhaft erneuert - führt die offizielle Umleitung über die S235, was zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Holperpiste durchs Schachdorf führt.

"Die 30er-Zone war längst überfällig", meint ein Anwohner. Das könne aber nur eine Vorstufe dafür sein, dass die Straße endlich gebaut werde, so der Borstendorfer weiter. "Ich fahre auf der August-Bebel-Straße schon lange höchstens 30, denn bei schnellerem Fahren macht man sich das Auto kaputt." (mit dit)

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