Anzahl der Arbeitslosen zum Jahresstart gestiegen

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Knapp 9000 Frauen und Männer im Erzgebirgskreis sind ohne Arbeit. Daran trägt aber weniger Corona die Schuld.

Annaberg-Buchholz.

Die Anzahl der Arbeitslosen hat sich zu Beginn des Jahres deutlich erhöht. Für den Januar weist die Statistik der Agentur für Arbeit in Annaberg-Buchholz 8958 Frauen und Männer ohne Arbeit aus. Das sind laut Agenturleiter Sven Schulze 861 mehr als vor vier Wochen und 885 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist damit auf aktuell 5,2 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember bei 4,7 Prozent gelegen hatte.

"Der erste Monat des neuen Jahres startet mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Dieser resultiert hauptsächlich aus den Entlassungen von nahezu 1300 Beschäftigten, die aufgrund des Winters eine Zwangspause einlegen müssen", erläutert er die Hintergründe dieser Entwicklung. Betroffen davon seien hauptsächlich Männer in Außenberufen, wie Verkehr und Logistik, aber auch im Hoch- und Tiefbau sowie in der Land- und Forstwirtschaft. Dabei sichert nach wie vor die Kurzarbeit Beschäftigung: Allein im Januar haben noch einmal 514 Betriebe für 3231 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld angezeigt. Damit stehen zum Ende des Monats Anzeigen aus 6790 Unternehmen für 66.241 Beschäftigte zu Buche.

Sven Schulze spricht aber auch von Lichtblicken auf dem Arbeitsmarkt: "Die Arbeitslosmeldungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Es haben sich also weniger Menschen aus Erwerbstätigkeit und Ausbildung arbeitslos gemeldet." Sorge bereite allerdings der überdurchschnittlich hohe Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen. Aktuell sei mehr als ein Drittel aller Arbeitslosen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Und auch die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen habe sich deutlich erhöht. Dort zeigt sich der Agenturchef aber zuversichtlich, dass auf der Basis der vorhandenen Stellenangebote den gut ausgebildeten Jugendlichen entsprechende Angebote unterbreitet werden können.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in den Geschäftsstellenbereichen wider: Zschopau und Stollberg bleiben jeweils unter der Fünf-Prozent-Marke und nehmen mit Arbeitslosenquoten von 4,3 beziehungsweise 4,8 Prozent die beiden vordersten Plätzen innerhalb des Erzgebirgskreises ein. Marienberg folgt mit glatten fünf Prozent. Die Hauptagentur in Annaberg-Buchholz und die Region Schwarzenberg schließen mit jeweils 5,6 Prozent auf. Die Geschäftsstelle in Schwarzenberg hat dabei die Position mit der Geschäftsstelle Aue getauscht. Diese hat aktuell mit einer Quote von 5,8 Prozent die rote Laterne inne.

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