Apfelveredlung liegt Gartenfreund im Blut

Gartenmeisterschaft: Stefan Ehnert belässt es längst nicht nur bei diesem Obst. Nur bei der Pflaume hapert's.

Niederlauterstein.

Mit einem Golden Delicious hat es Mitte der 1990er-Jahre begonnen. Stefan Ehnert hatte sich einen Baum der Sorte gekauft und in seinen Garten in Niederlauterstein gepflanzt. Zwar trug dieser recht rasch Früchte. Von deren Geschmack war er jedoch nicht überzeugt. Daraufhin wollte er den Apfelbaum veredeln. "Das Thema hatte mich schon immer interessiert. Ich habe viel darüber gelesen und im Fernsehen gesehen", sagt der 55-Jährige. Mit seinen Rosen ist er damals schon erfolgreich gewesen und wollte es daher mit dem Obst versuchen.

Der Forstwirtschaftsmeister hegt schon beruflich bedingt eine Vorliebe für die Natur. Während einer Fortbildung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger kamen auch die Themen Veredlung und Obstbaumschnitt zur Sprache. Nach und nach versuchte er sich mit weiteren Reisern. Er bekam sie vorwiegend von Freunden, die auf den Geschmack ihrer eigenen Äpfel schworen. Mittlerweile sind 19 Sorten zusammen gekommen, und Stefan Ehnert bewirbt sich mit dem Baum bei der Gartenmeisterschaft der "Freien Presse" und der Raiffeisen Handelsgenossenschaft Erzgebirge (RHG).

Das Gewächs trägt die Früchte ohne Probleme, wenngleich nicht jede Sorte jedes Jahr gleich üppig wächst. Sein bevorzugtes Verfahren für die Veredlung ist das sogenannte Kopulieren. Dabei werden zwei etwa gleich starke Reiser verwendet. Sie werden an den Enden schräg abgeschnitten und an den Schnittflächen zusammengebunden. "Wichtig dabei ist, dass die Schnittflächen glatt sind und auch die Rinde passt", erklärt der Niederlautersteiner. Außerdem müsse das Veredlungsband straff gewickelt ein. Seine Erfolgsrate liegt bei etwa 90 Prozent. Jedes Jahr wartet er im Frühjahr schon darauf, dass der Baum austreibt. Dann sieht er, welche Veredlung aus dem vergangenen Jahr erfolgreich war. Unter den 19 Sorten finden sich auch ganz alte wie Prinz Albrecht oder Kaiser Wilhelm wieder. Von manchen Sorten kennt er die Namen nicht. Das will Stefan Ehnert irgendwann einmal nachholen. Die geschmackliche Vielfalt reicht von süß bis sauer. Einige Sorten wie den Augustapfel muss er gleich verwerten. Der Rote Boskop dagegen lässt sich auch länger lagern. Mittlerweile dient der Apfelbaum sogar als eine Art Parkplatz. Dort wachsen Reiser, die später auch auf anderen Bäumen veredelt werden sollen.

Am Pfirsichbaum wachsen ebenfalls reichlich Früchte. Wer genauer hinschaut, sieht am unteren Stammende, dass auch dieser Baum veredelt wurde. Ursprünglich wuchs er aus einem Pfirsichkern, dessen Frucht Stefan Ehnert vorher gegessen hatte. Um sicher zu gehen, dass er auch Pfirsiche trägt, hat er den jungen Baum gleich mit einem Reiser eines Zöblitzer Gartenfreundes veredelt, dessen Baum bereits Pfirsiche lieferte.

Stefan Ehnerts Garten bietet aber noch viel mehr Obstbäume. Dort wachsen Birnen, Pflaumen und Kirschen. Viele sind bereits veredelt. Nur mit dem Pflaumenbaum will das nicht so recht klappen. Eine Erklärung dafür hat er jedoch nicht. Im Gartenbau selbst hat sich der Niederlautersteiner vom Prinzip der sogenannten Permakultur inspirieren lassen. Das bedeutet, er lässt der Natur recht frei ihren Lauf.


Einfach anrufen!

Anmeldungen nimmt die "Freie Presse" in Marienberg, Töpferstraße 17 (Telefonnummer 03735 916513345 und per E-Mail unter der Adresse red.marienberg@freiepresse.de) sowie in Zschopau, Ludwig-Würkert-Straße 2 (Telefonnummer 03725 348413644 und per E-Mail unter red.zschopau@freiepresse.de) entgegen. Anmeldeschluss ist am 13. September dieses Jahres (Es gilt das Datum des Poststempels).

Die Teilnehmer der Gartenmeisterschaft erklären sich mit ihrer Anmeldung einverstanden, dass ihre Zusendungen kostenfrei veröffentlicht werden. Das gilt auch für Online-Publikationen. Bilder müssen Namen und Anschrift des Fotografen tragen und frei von Rechten Dritter sein.

Bei einer Prämierung dürfen Daten und Bilder an den Sponsor RHG Erzgebirge weitergegeben werden. Die Teilnehmerdaten werden mit Name, Anschrift, Datum und Gewinnspielbezeichnung ausschließlich zum Zweck der Ziehung der Gewinner dieses Gewinnspiels erhoben und gespeichert.

Nach der Ziehung und Benachrichtigung der Gewinner werden sämtliche Teilnehmerdaten gelöscht. Ausgenommen sind die Daten der Leser, deren Fotos veröffentlicht wurden. Diese müssen für die Dauer der handels- und steuerrechtlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert bleiben. Eine Weitergabe an Dritte zu anderen Zwecken ist ausgeschlossen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...