Auf wenigen Metern durch die Stadt

Wer möchte, kann Zschopaus Sehenswürdigkeiten in der Filiale der Sparkasse erleben. Der Besuch soll anregen, die Objekte im Original anzuschauen.

Zschopau.

Historische Gebäude der Altstadt sind in einer Ausstellung in der Zschopauer Filiale der Erzgebirgssparkasse zu sehen. 18 Aquarelle zeigen dort Sehenswürdigkeiten vom Schloss Wildeck bis hin zu einem kleinen Haus an der Johannisstraße, das als ältestes Gebäude von Zschopau gilt.

"Es sind tolle Bilder, die zeigen, wie schön Zschopau ist", sagt Thomas Stanzel. Der Filialleiter der Erzgebirgssparkasse ist stolz darauf, den Kunstwerken für einige Monate ein neues Zuhause geben zu können. Damit werde den Besuchern quasi ein Stadtrundgang auf wenigen Quadratmetern ermöglicht. Auch die historische Brücke über die Zschopau, die alte Posthalterei und die Nexö-Schule sind dort zu sehen. Aber der Besuch der Ausstellung soll das Erleben der Realität nicht ersetzen. "Die Bilder sollen dazu anregen, durch die Stadt zu gehen, sich die Objekte anzuschauen", betont Stanzel. Genau das sei auch das Ziel, das der Gewerbeverein verfolge: "Wir wollen die Stadt repräsentieren und den Menschen zeigen, dass Zschopau viel mehr ist als nur das Schloss oder die Tradition des Motorradbaus."

Die Idee für einen kunsthistorischen Stadtrundgang entstand schon vor etwa 20 Jahren. Als Zschopau damals vom Land Sachsen den Titel des staatlich anerkannten Ausflugsortes erhielt, sollte auch klargemacht werden, warum dies geschehen war. Stadtrundgänge vorbei an historischen Gebäuden gab es seither viele. Seit 2019 ist für solche Touren ein Stadtführer nicht mehr unbedingt nötig. Es reicht eine Broschüre, die den Weg zu den 18 wichtigsten Stationen weist. Jene Bauwerke wurden zudem mit Info-Tafeln versehen, die über die Historie aufklären. Direkt daneben wurden zudem kleine Gemälde des jeweiligen Objekts aufgehängt. Deren Originale sind nun in der Zschopauer Sparkasse zu bestaunen. "Der Künstler selbst will ungenannt bleiben", sagt Stanzel. "Auf jeden Fall sind die Arbeiten aber sensationell gut gelungen."

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