Aus kleiner Party wird ein Fest

Vor zehn Jahren hat sich der Jugendclub Börnichen erstmals eine bayrische Traditionzunutze gemacht. Inzwischen begeistert er damit Tausende Gäste.

Börnichen.

Etwa 100 Gäste seien es gewesen, die sich Mitte September 2010 am Börnichener Jugendclub zum Feiern versammelten. "Die Idee dazu ist uns in Regensburg gekommen", berichtet Martin Trinks. Dort an der Donau hatte eine kleinere Version des Münchener Oktoberfestes zig Menschen angelockt und für tolle Stimmung gesorgt. Warum so etwas nicht mal im mittleren Erzgebirge probieren, sagten sich die jungen Börnichener und stürzten sich in ein kleines Abenteuer.

Bier, Weißwurst und Brezen kamen genau wie die Musik so gut an, dass im Jahr darauf schon 300 Gäste mitfeiern wollten. Inzwischen hat sich diese Zahl fast verzehnfacht, denn das Börnichener Oktoberfest stellt mittlerweile einen Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Region dar. "Inzwischen sind wir an unsere Grenzen gestoßen", gesteht Martin Trinks. Als irgendwann um die 800 Party-Besucher versorgt und unterhalten werden wollten, konnten der Jugendclub-Vorsitzende und seine Mitstreiter noch reagieren. "Wir hatten damals noch ein kleineres Zelt", erinnert sich der 32-Jährige. Inzwischen ist mit 50 mal 25 Metern eine maximale Größe erreicht, denn der Dorfplatz direkt neben dem Jugendclub gibt nicht mehr her. Nur ein paar kleine Zelte und Wagen ließen sich drum herum noch aufbauen, um einen Teil der Gastronomie in den Außenbereich zu verlegen. Auch das macht viel aus, denn getrunken und gegessen wird auf dem Börnichener Oktoberfest reichlich.


Dass die Mitglieder des Jugendclubs das eigentliche Fest immer nur zur Hälfte genießen können, ist normal. In zwei Schichten kümmern sich die insgesamt 80 Helfer um Organisation und Ausschank. Von einer Zschopauer Fleischerei gibt es dazu noch einen Ochsen und diesmal noch einen besonderen Leckerbissen. "Anlässlich der zehnten Auflage wird es einen speziellen Oktoberfest-Burger geben", kündigt Martin Trinks an, der sich für das Jubiläum am Samstag noch mehr hat einfallen lassen. So soll der 18 Uhr anstehende Fassbieranstich von einem prominenten Überraschungsgast vorgenommen werden. "Verraten wird noch nichts. Mal sehen, ob's klappt", sagt der Organisator, der außerdem auf Livemusik der Party-Express-Band aus Hoyerswerda setzt: "Sie spielen vier Stunden nonstop."

Erfahrungsgemäß ist auf der Tanzfläche ab 21 Uhr kaum noch ein Platz frei. Doch Beginn des Festes ist bereits 16.30 Uhr. Die Blasmusik der Drebachtaler hält Martin Trinks schon da für wichtig, "denn viele Gäste kommen zeitig". Offenbar kommt das Programm, zu dem auch viele Tanzgruppen aus der Umgebung beitragen, sehr gut an. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen ist für die Gastgeber wichtig - und sie beginnt bereits in diesen Tagen. Schließlich erfordert schon allein der am Dienstag beginnende Aufbau des Festzeltes immensen Aufwand. Danach geht es mit der Technik und der Dekoration weiter.

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