Ausnahmefahrer wäre 80 Jahre alt geworden

Werner Salevsky war 1991 für MZ in Großbritannien unterwegs, als er bei einem Unfall starb. Eine Erinnerung.

Zschopau/Drebach.

Werner Salevsky, einstiger König des Motorradgeländesports, wäre am vergangenen Sonntag 80 Jahre alt geworden. Viel zu früh ist er allerdings durch einen tragischen Verkehrsunfall aus dem Leben gerissen worden.

Am 7. März 1991 geschah das Unfassbare: Werner Salevsky, während einer Dienstreise in Großbritannien unterwegs, verunglückte bei einem Verkehrsunfall auf der A 43 zwischen Brackley und Silverstone tödlich. Der damals 51-Jährige war mit seinem Dienstwagen frontal gegen einen Lkw geprallt. Zu diesem Zeitpunkt war der Geländesportler, der bereits im Alter von 15 Jahren bei der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) erste Erfahrungen im Geländesport sammelte, Repräsentant für das Zschopauer Motorradwerk im Ausland.

Der Zschopauer war zwischen 1958 und 1972 MZ-Werksfahrer gewesen, doch eine Augenverletzung beendete nach Erfolgen im In- und Ausland jäh seine Geländesportkarriere. Salevsky galt als Allrounder, der auch am Teterower Bergring erfolgreich gegen die Bahnspezialisten antrat, zudem 1961 in Frohburg einmal an Straßenrennen teilnahm.

Der Name Salevsky ist untrennbar mit den bedeutendsten Erfolgen des DDR-Geländesports und dem Motorradwerk Zschopau verknüpft. In den 1960er-Jahren war die Trophymannschaft bei den Sechstagefahrten das Maß der Dinge. Der gebürtige Drebacher hatte zusammen mit den Mannschaftskollegen Peter Uhlig, Günter Baumann, Bernd Uhlmann, Horst Lohr, Hans Weber, Karlheinz Wagner, Klaus Teuchert (3x), Klaus Halser und Fred Willamowski sechsmal zwischen 1963 und 1969 mit Ausnahme 1968, die Welttrophäe in Empfang genommen.

Mit all seinen Erfolgen ist und bleibt "Brun", wie ihn seine Fahrerkollegen angelehnt am Vornamen seines Vaters Bruno, nannten, unvergessen. Er hinterließ seine Ehefrau Heidi seinen Sohn Jan und Tochter Jacqueline. Einer seiner Weggefährten war der dreifache Trophysieger Klaus Teuchert aus Leipzig. "Er war ein ausgezeichneter Fahrer, der weltbeste, den es zu seiner Zeit gab. Brun und ich waren viele Jahre auf der Strecke harte Gegner und Konkurrenten, aber haben uns persönlich gegenseitig immer geachtet", erinnerte sich der 80-Jährige.

Die Erfolge von Werner Salevsky: 13 Mal Teilnahme an den Six Days, davon sechsmal Trophy-Mannschaftssieger; Einführung der Europameisterschaft 1968: Titel in der Klasse bis 250 ccm; Dreimaliger Gewinn des Alpenpokals und zweimaliger des Grasbahnrennens in Teterow; 1959 auf der 175er MZ ES zum ersten Mal Klassensieger bei "Rund um Zschopau und erstmals DDR-Meister; 1961, 1962, 1964, 1966, 1968, 1969, 1970 auf 250er MZ Klassensieg bei "Rund um Zschopau".


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