B 174-Stau nimmt kein Ende

An der Baustelle in Hohndorf ist weiter Geduld gefragt. Die Polizei kann nicht helfen. Zumindest die abschließenden Arbeiten sollen zeitversetzt erfolgen.

Hohndorf.

Auf der B 174 müssen sich Fahrzeugführer weiter in Geduld üben. Wegen Straßenbauarbeiten in Hohndorf kommt es zu Staus in beiden Richtungen. Nachdem am Dienstag zudem die an der Baustelle aufgestellten Ampeln mehrmals ausgefallen waren und deshalb der Verkehr fast gänzlich ins Stocken geraten war, gab es am Mittwoch erneut lange Wartezeiten.

"Am Mittwoch hat es nach unserem Kenntnisstand keinen Ausfall der Signalanlage gegeben", teilte das Landratsamt auf Anfrage mit. Die Bußgeldstelle der Kreisbehörde lässt seit Dienstag die im Straßenbelag eingelassenen Sensoren der beiden stationären Blitzer in Hohndorf erneuern. Dazu müsse der Straßenbelag entfernt und eine neue Deckschicht aufgebracht werden. Bau- ende soll am kommenden Dienstag sein. Wie die Pressestelle des Amtes weiter mitteilte, ließen sich Wartezeiten, bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen, nicht völlig vermeiden. Am Mittwoch seien noch Anpassungen vorgenommen worden, um die Leistungsfähigkeit der Ampelanlage zu erhöhen und so einen höheren Verkehrsfluss zu ermöglichen. Wegen der starke Nachfrage bei der bauausführenden Firma seien die Arbeiten nur zum jetzigen Zeitpunkt möglich gewesen.

Kritik gab es auch am Verhalten der Polizei, die am Dienstag zwar vor Ort war, aber nicht eingegriffen habe. Insgesamt dreimal seien Beamte wegen einer defekten Ampel nach Hohndorf gefahren - 10.35 Uhr, 16 und noch einmal gegen 17.50 Uhr, so die Polizeidirektion Chemnitz. Sie hätten jeweils den Betreiber der Ampelanlage sowie einen Havariedienst zur Behebung des Problems verständigt. Eine permanente Verkehrsregulierung durch Beamte des Revieres in Marienberg sei mit dem zur Verfügung stehenden Personal nicht möglich gewesen. Zudem hätten verkehrsregulierende Maßnahmen das Auflösen des Staus nicht wesentlich beschleunigt, da die Probleme mit der Ampelanlage fortbestanden, heißt es weiter.

Nach Angaben des Landratsamtes sollen die neuen Sensoren erst zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Der Einbau erfolge zeitversetzt. Gesamtkosten der Maßnahme: rund 30.000 Euro. (hd)

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