Bäcker erfüllt Kindern einen Traum

Leckere Plätzchen sind in "Pumuckls Werkstatt" schon öfter hergestellt worden. Aber diesmal war die Begeisterung in der Venusberger Kita riesig.

Venusberg.

Als ihnen Karin Haase diesen außergewöhnlichen Besuch ankündigte, machten die Mädchen und Jungen der Venusberger Kita "Pumuckls Werkstatt" große Augen. "Sie konnten es kaum glauben", sagt die Erzieherin, die nicht etwa den Nikolaus vorstellte. Stattdessen hatte sie mit Karl-Heinz Bräunig einen Bäcker eingeladen. "Wir wollten den Kindern eine Freude machen", erklärt Karin Haase, die mit ihrer Idee voll ins Schwarze traf.

Nach Angaben der Erzieherin ging für viele Kinder ein kleiner Traum in Erfüllung, als der Bäckermeister aus Ehrenfriedersdorf seine Utensilien auspackte. Neben Mehl, Zucker, Schokolade und den bunten Verzierungsschnipseln zog der vorbereitete Teig die meisten Blicke auf sich. Die 31 Kinder der beiden großen Gruppen konnten es kaum erwarten, dass Karl-Heinz Bräunig diesen endlich ausgerollt hatte. Noch schnell die mitgebrachten Mützen aufgesetzt und eine Metallform ausgesucht, und los ging das Ausstechen der Plätzchen.

"Man merkt, dass sie schon etwas Erfahrung haben", zollte der gern gesehene Gast seinen neuen "Mitarbeitern" Respekt. Tatsächlich sind die jungen Venusberger mit solchen Ritualen vertraut, denn auch in den vergangenen Jahren wurden in "Pumuckls Werkstatt" während der Adventszeit Plätzchen gebacken - allerdings "nur" mit den Erzieherinnen. Unter Anleitung eines echten Bäckers fühlten sich die Kinder nun selbst wie die Erschaffer der magischen Leckereien, ohne die Weihnachten undenkbar ist.

Damit alle acht Bleche voll beladen in den Ofen geschoben werden konnten, musste Karin Haase aufpassen, dass der Teig nicht schon vorher in einigen Mündern verschwand. "Der ist ja am leckersten", weiß die Erzieherin. Doch die Kinder bewiesen Disziplin - und anschließend Kreativität, denn das Gebäck wurde noch verziert. Sehr zur Freude von Karl-Heinz Bräunig, für den solche Kita-Besuche in der Adventszeit seit Jahren auf dem Programm stehen. "Es macht die Kinder glücklich. Gleichzeitig hilft es, unser Handwerk zu bewahren", meint der Ehrenfriedersdorfer, dessen Familienbäckerei sich schon in der Hand der fünften Generation befindet.

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