Bares für Vogelbeerbaum-Projekt

Seit Jahren bemüht sich der Förderverein Natura Miriquidica um die Eberesche. Nun gibt es einen Preis.

Pobershau.

Der Pobershauer Förderverein Natura Miriquidica setzt sich seit Jahren für den Erhalt der Eberesche ein, die im Volksmund besser als Vogelbeerbaum bekannt ist. Für sein Bemühen um das Kulturgewächs des Erzgebirges ist der Verein nun mit dem "Zukunftspreis für Energie, Klima, Umwelt in Sachsen" ausgezeichnet worden, den das sächsische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ausgelobt. Ideengeber und Motor für die Bewerbung war Vereinsmitglied Tim Natzschka: "Wir haben den Fokus darauf gelegt, dass es der Eberesche schlecht geht und wir etwas unternehmen können, um den Kulturbaum zu retten." Geplant seien Pflanzaktionen und weitere Veranstaltungen. Auch eine Web-Seite will der Verein zu dem Thema gestalten. Schon 2011 haben die Mitstreiter Ebereschen-Bestände systematisch erfasst. Im Rahmen einer Schülerarbeit wurde im vergangenen Jahr erneut eine Erhebung vorgenommen, berichtet Vereinschef Kay Meister. "Die Situation ist heute noch dramatischer", fast der Rübenauer Biologe das Ergebnis nach einem Vergleich zusammen. Die Gefahr liegt in einem Erreger. Der Ebereschen-Mosaik-Virus lässt den Vogelbeerbaum zwar nicht absterben, schwächt ihn aber, sodass er anderen schädigenden Umwelteinflüssen nicht standhält.

Das Preisgeld in Höhe von 9000 Euro will der Förderverein beispielsweise mit für einen Naturschutztag im nächsten Jahr zum Himmelfahrtstag einsetzen, falls die Corona-Pandemie dies zulässt. Tim Natzschka betrachtet das Projekt als Auftakt, um weitere Aktionen anzukurbeln. Vorstellen könne er sich auch eine Pflanzentauschbörse.

Von 240 eingereichten Beiträgen hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium 150 ausgezeichnet. Dafür stehen Preisgelder in Höhe von 961.000 Euro bereit. Zusammen mit zwei weiteren würdigte Umwelt- und Agrarminister Wolfram Günther das Ebereschen-Projekt in der Kategorie "Ideen" als beispielgebend. Über die Preise hat ein Fachgremium entschieden. Die Finanzierung erfolgt aus Landesmitteln.

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