Berufsschulzentrum sammelt für den Weihnachtstruck

Statt um Noten geht es an der Zschopauer Berufsschule in der Adventszeit um soziales Engagement. Diesmal wird Kindern aus Osteuropa geholfen.

Zschopau.

Drei Tüten Mehl, eine große Packung Nudeln, dazu kommen aber auch nützliche Dinge fürs Bad wie Zahnbürsten und Duschgel. Die Liste, die Lehrer Uwe Rümmler und seine Mitstreiter aus dem Zschopauer Berufsschulzentrum durchgehen, ist lang. Kekse und Schokolade dürfen natürlich nicht fehlen, denn die Pakete, die gerade gefüllt werden, sollen vor allem Vertretern der jüngeren Generation Freude bereiten.

"Wir beteiligen uns in diesem Jahr an der Weihnachtstrucker-Aktion der Johanniter", erklärt Schulleiter Thomas Müller. Dabei werden entsprechend einer vorgegebenen Packliste Kartons gefüllt, die von großen Lkw dann zu hilfsbedürftigen Menschen gebracht werden. In Zschopau holen diese Weihnachtstrucks ihre Ladung am Dienstag ab, um sie nach Albanien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien oder in die Ukraine zu fahren. Dies sind die diesjährigen Zielregionen, in denen das Material anschließend über rund 270 Verteilstellen weitergegeben wird. "Es geht vorwiegend in strukturarme Regionen wie zum Beispiel abgelegene Bergdörfer", sagt Thomas Ackermann über die Aktion, die 1993 vom bayerischen Landesverband zusammen mit einem großen Radiosender ins Leben gerufen wurde. Auch Ackermann selbst gehört zu den vielen ehrenamtlichen Helfern, ist allerdings für den Regionalverband Zwickau/Vogtland im Einsatz. Der beteiligt sich seit einigen Jahren an dem Projekt und fährt mehrere Orte in Sachsen an. Station machen die Weihnachtstrucks dabei erstmals auch in Zschopau, denn die Berufsschule stieß im Internet auf die Aktion und war begeistert.

"Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wollen wir uns sozialen Projekten widmen", erklärt Müller. Wichtig ist dem Zschopauer Schulleiter, dass dabei stets neue Wege beschritten werden und dass der Nutzen der Hilfsbereitschaft für die Berufsschüler und Azubis ebenso wie für Lehrer und andere Unterstützer greifbar ist. Wurde im Vorjahr eine Typisierungsaktion organisiert, so ging es diesmal zunächst um Geldspenden, um die Inhalte der Pakete zu finanzieren. Auch mithilfe eines Speisen- und Getränkeverkaufs kamen insgesamt 1800 Euro zusammen. Koordiniert vom Lehrer-Ehepaar Anett und Uwe Rümmler, führte der nächste Weg in den Großmarkt, ehe in der Schule fleißig gepackt wurde. Rund 100 Pakete sind es geworden, die die Adressaten glücklich, die Absender aber auch nachdenklich machen. "Dinge, die wir kaum beachten, stellen für viele arme Menschen fast Luxus dar", so Müller.

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