Brandschutz in Schule wird teuerer als erwartet

Hauptausschuss vergibt zwei Aufträge für Haus am Zschopenberg

Zschopau.

Wachsende Anforderungen an den Brandschutz zwingen Kommunen in öffentlichen Gebäuden wie Schulhäusern zu weiteren Investitionen. In Zschopau hat der Hauptausschuss in seiner ersten Sitzung zwei Aufträge in Höhe von über 47.000 Euro vergeben. Es geht um Trockenbauarbeiten und den Einbau von Türen in der Zschopenberg-Grundschule, für die die Kommune ein Brandschutzkonzept erstellt hat. Die Aufträge betreffen nur einen Teil des Projekts, der Hauptteil beginne in den Winterferien, sagte Bauamtsleiterin Martina Wutzler.

Ob die dafür im Doppelhaushalt 2019/2020 geplanten 120.000 Euro ausreichen, wird bezweifelt. Für Trockenbauarbeiten veranschlagte die Verwaltung 28.000 Euro. Das wirtschaftlichste Angebot lag hingegen bei mehr als 35.500 Euro. Ähnlich sah es bei den Türen aus: 9000 Euro berechnete die Stadt, während das wirtschaftlichste Angebot bei reichlich 11.600 Euro lag. Die Kosten liegen damit schon mehr als 10.000 Euro über den geschätzten Ausgaben. Auf die Frage von Veikko Bartsch (BFW), ob sich der Trend auch bei der Vergabe der noch kommenden Lose fortsetze, antwortete Martina Wutzler, dass sie es angesichts der hohen Baupreise nicht ausschließen könne.

Die Anstrengungen der Stadt gehen auf eine Brandverhütungsschau des Landkreises vom März 2018 zurück. Angesichts der festgestellten Mängel forderte die untere Bauaufsichtsbehörde, das Brandschutzkonzept unverzüglich umzusetzen, geht aus der Beschlussvorlage hervor. Frieder Meyer (BFW) monierte, dass von der Feststellung der Mängel bis zur Umsetzung des Konzeptes zu viel Zeit vergehe. Zudem erinnerte er an umfangreiche Baumaßnahmen in der Zschopenberg-Schule, die noch nicht allzu lang zurückliegen. "Warum muss dann schon wieder gebaut werden", fragte er Martina Wutzler. Es sei schon viel gemacht worden, aber es fehlten eben noch einige Dinge, sagte sie und verwies auf das Gesamtkonzept.

Gearbeitet wird in diesen Tagen auch am Hartplatz der Martin-Andersen-Nexö-Oberschule. Teile des Trennbelages, der für den Schulsport genutzt wird, bedürfen einer Erneuerung. Zudem wird der Betonbord zwischen Spielfläche und Laufbahn durch einen elastischen Bord ersetzt. Die Außenborde sind schon verlegt, sagte Wutzler. So lange es die Witterung zulässt, soll weitergebaut werden. (mik)

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