Chemnitzer Modell erfordert Buswendeschleife

Um eine bessere Anbindung im Regionalverkehr zu ermöglichen, wird aktuell am Dittersdorfer Bahnhof fleißig gebaut. Bald rollen auch auf der Straße die Bagger an.

Dittersdorf.

Zum Chemnitzer Modell, das die Großstadt besser mit dem ländlichen Raum verbinden soll, gehört nicht nur der Ausbau des Bahnnetzes. "Um diese Möglichkeiten optimal nutzen zu können, müssen auch dazu gehörige Busanbindungen geschaffen werden", betont Sylvio Krause. Dementsprechend froh ist der Amtsberger Bürgermeister darüber, dass die Arbeiten im Ortsteil Dittersdorf weiter vorangetrieben werden. Deutlich erkennbar ist das bereits am Bahnhof. Doch auch auf der anderen Straßenseite werden bald die Bagger anrollen, denn dort soll eine neue Buswendeschleife entstehen.

Zugute kommen soll diese Maßnahme in erster Linie der Buslinie 235, die Zschopau mit Dittersdorf verbindet. Aus Richtung Schlößchen kommend, biegt der Bus dabei am Weißbacher Gasthof "Zur Linde" bislang nach links Richtung Dittersdorfer Ortskern ab und fährt Mitte des Dorfes wieder nach oben zum Kreisverkehr an der B 174. "Steinert's Gasthof" war bislang der Endpunkt, von dem aus der Bus die Runde wieder in die andere Richtung fuhr. Der Bahnhof, ganz unten in Dittersdorf gelegen, gehörte noch nicht zur Tour, soll aber künftig als Start- und Endpunkt dienen. Der Bus fährt dann an der "Linde" gerade aus zum Kreisverkehr und "Steinert's Gasthof, von wo aus der Weg nach unten zum Bahnhof führt.

Um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, müssen Busse an der Bahnhofstraße auf Höhe der Einmündung Schwarzer Weg wenden können. Mit dem Beschluss zum Erwerb des dort befindlichen Grundstücks hat der Amtsberger Gemeinderat bereits den ersten Schritt vollzogen. Betroffen ist neben einer 355 Quadratmeter großen Teilfläche, auf der die Buswendeschleife entstehen soll, auch ein 265 Quadratmeter großer Bereich für einen Fußweg. Um die Finanzierung des Kaufs und der Baumaßnahme kümmert sich der Verkehrsverbund Mittelsachsen. Übernommen wird die Wendeschleife nach ihrer Fertigstellung jedoch von der Kommune, die sich von dem Projekt einen großen Nutzen erhofft. "Es geht ja nicht nur um Ausflüge nach Chemnitz zwecks Einkaufen und Veranstaltungen. Auch für Berufspendler ist eine solche Anbindung im Stunden- oder gar Halbstundentakt enorm wichtig", meint Krause, der auf einen baldigen Bau hofft: "Passieren soll das Ganze noch dieses Jahr." Mit einer Inbetriebnahme rechnet er aber erst im Frühjahr 2021.

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